Volltext : Amann, Julius: ¬Die Berechnung der Falcidia bei Vereinigung mehrerer Erbtheile durch Accrescenz oder Potestas, sowie bei der Vulgar und Pupillarsubstitution

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die  bezügliche  Bestimmung  für  unsern  jedenfalls  alltäglich
vorgekommenen  Fall  in  die  Pandekten  nicht  aufgenommen
worden  wäre;  dies  ist  gewiss  undenkbar,  und  damit  m.  E.
meine  Auslegung  des  fr.  1  §.  13  völlig  als  richtig  erwiesen.
Nun  noch  eine  kleine  Bemerkung  hinsichtlich  des  Textes;
das  Wort  heres  ist  in  unserer  Stelle  ohne  Zweifel  überflüssig
wie  schon  Huschke  VII  S.  198  richtig  hervorhob.  Doch  ist
die  von  ihm  vorgeschlagene  Äenderung  desselben  in  fere  mit
meiner  auch  von  Pernice  getheilten  Erklärung  des  similis
est  heres  ex  parte  pure,  ex  parte  sub  condicione  heredi  instituto ¬
  durchaus  unvereinbar.  Ich  ziehe  es  daher  vor,  einfach
das  auch  in  der  Uebersetzung  der  Basiliken  fehlende  heres
mit  Mommsen  zu  streichen.
Ebenso  bestritten  wie  die  Erklärung  von  fr.  1  §.  13  ist
die  des  Julian's  LXI.  Buch  der  Digesten  entnommenen
fr.  87  §.  4  (35,  2).  —  Qui  filium  suum  impuberem  et
Titium  aequis  partibus  heredes  instituerat,  a  filio  totum  semissem ¬
  legaverat,  a  Titio  nihil,  et  Titium  filio  substituerat.
Quaesitum  est,  cum  Titius  ex  institutione  adisset  et  impubere
filio  mortuo  ex  substitutione  heres  exstitisset,  quantum  legatorum ¬
  nomine  praestare  deberet.  Et  placuit,  solida  legata
eum  praestare  debere:  nam  confusi  duo  semisses  efficerent,  ut
circa  legem  Falcidiam  totius  assis  ratio  haberetur  et  solida
legata  praestarentur.  Sed  hoc  ita  verum  est,  sie  filius,  antequam ¬
  patri  heres  exsisteret,  decessisset.  Si  vero  patri  heres
fuit,  non  ampliora  legata  debet  substitutus,  quam  quibus  pupillus ¬
  obligatus  fuerat,  quia  non  suo  nomine  obligatur,  sed
defuncti  pupilli,  qui  nihil  amplius,  quam  semissis  dodrantem
praestare  necesse  habuit.
Donellus,  der,  wie  oben  angegeben,  die  Konfusion  der  Legate ¬
  bei  Ueberschwerung  der  Institutionsportion,  ihre  Trennung
bei  Ueberlastung  der  Substitutionsportion  lehrt,  sofern  vom  Weggefallenen -
  die  Legate  namentlich,  nicht  mit  der  Formel  „quis
quis  mihi  heres  erit,  dato“  hinterlassen  und  vom  Substituten
nicht  ausdrücklich  repetirt  sind,  will  diese  seiner  Regel  offenbar ¬
  zuwider  laufende  Entscheidung  Julian’s  damit  erklären,
            
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