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stürzte ihn, seine Familie und das ganze Land
in das äußerste Verderben. Die Oesterreichischen
Kayser Leopold und Joseph der Erste unter= | |
ließen nicht dem Hause Bayern unsaͤglichen Schaden -
zuzufügen, und ihre Staatsabsichten theils
öffentlich theils in der Stille auszuführen.
§. 12.
Betragen
So wie der Spanische Succeßions¬Kayser -
Leo=Krieg -
eroͤffnet wurde, hatte der Kayser
polds gegen
den Churfür
Leopold 1702. noch Hoffnung den
sien von
Churfürsten von Bayern zu seinem | |
Bayern 1702.
und 1703.
Vortheil einzunehmen: Es erhob sich
zwischen beyden ein Briefwechsel*)
aber der
Churfürst blieb standhaft, und erklärt= | |
daß er wegen einer Oesterreichischen Familienangelegenheit -
seine Einwilligung zu einem Reichs¬Kriege -
wider Frankreich nicht ertheilen könne.
13.
Verwüstung
Jn dem Jahre 1703. überfielen zuder -
Bayeri =erst -
die Kayserlichen Generale Schlick
schen Länder
von den Oeund -
Styrum Niederbayern und die |
sterreichern in
Oberpfalz: damals aber wendete noch
dem Jahre
1703.
der Churfürst ihre Verwüstungen zum
Theil ab. Allein nach dem Siege bey
Donauwerth am 2. Julius 1704. überfiel die
Kayserliche Reichsarmee mit ihren Bundesgenossen -
den Engellaͤndern und Hollaͤndern die Bayerischen -
Lande. Ueber zwey hundert Staͤdte und Doͤr¬C -
fer
*) Cassandri Thucelii Reichs=Staats=Acta Tom, II.
S. 622.
Max-Planck-Institut für
euro