Metadaten : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

seiner  Zarmonie  wider  Baylen.
Cartesianischen  Lehrsätzen  nur  ein
einziges  Gesetz  zur  Vereinigung  aller  Bayle
Geister  ist;  die  Hypothesis  des  Herrn  von
Leibnitz  hingegen  dahin  gehet,  daß  GOtt  einem =
  iedweden  Geiste  ein  besonderes  Gesetz  gegeben =
  habe:  woraus  zu  folgen  scheinet,  daß
die  allererste  Einrichtung  eines  iedweden  Geistes, ¬
  von  einer  iedweden  andern  der  Art  nach
unterschieden  sey.  Es  giebt  niemahls  zwey
Menschen,  welche,  ich  will  nicht  sagen  einen
Monath;  nein,  nicht  einmahl  zween  Augenblicke ¬
  nach  einander,  einerley  Gedänken  haben.
Es  muß  also  die  Kraft  zu  gedenken  in  einem  iedweden =
  Geiste  eine  besondere  Regel  und  Natur
haben.  Sagen  die  Thomisten  nicht,  daß
in  der  Englischen  Natur  eben  so  viele  Arten,
als  verschiedene  individua  sind  /angetroffen  wer(hh) =

den?
(Ah)  Nachdem  ich  auf  die  von  dem  Hern  Bayle  gemachte =
  Schwierigkeiten  forgfältig  und  genau,
von  Satz  zu  Satz,  und  zwar  allezeit  unverändert =
  aus  einerley  Hauptgrunde  geantwortet  habe;
so  hoffe  ich,  daß  ich  alles  dasjenige,  was  ihm
in  meiner  Hypothesi  unförmlich  vorgekommen  ist,
aus  dem  Wege  geräumet  und  in  das  Gleiche
gebracht  habe:  wie  es  dann  scheinet,  daß  er  endlich ¬
  mehr  als  zu  geneigt  gewesen,  seine  Einwürfe
fahren  zu  lassen.  Ich  habe  auch  anderswo  auf
die  Schwierigkeiten  des  Dom  François  LAMI,
welche  nur  auf  einen  Mißverstand  sich  gründeten, =
  geantwortet.  Es  kommt  endlich  die  Summa =
  meines  ganzen  Lehrbegriffes  darauf  an:  daß
eine  jedwede  Monade  eine  Concentration  des  gesamm =
 =
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