Juristisches Wochenblat | |
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Mutter und Großmutter die Vormundschaft über
ihre Kinder und Enkel nicht übernehmen können,
woferne sie nicht dem SCto renuntiiren; q) 3) weil
die von einer Frau, so gebürget, en faueur des
principal-Schuldners, damit dieser nicht verklaget -
werden möge, geschehene Renuntiation vor
gültig geachtet wird. 1)
§. 5.
HAHN. ad Wesenbec. d. 1. n. 9. PAGEN¬STECH. -
Sicil. ud Lauterb. manip. 3. p. 120.
9) Nou. 118. cap. 5. Auth. Matri. C. Quand mul.
tutel. offic. Und ob wohl die Gegner einwenden, -
daß dieser casus specialiter vom Iustiniano -
ausgenommen, so antwortet doch SCHIL-TER -
ad ff. Exerc. 28. §. 8. gar hübsch: Quid
enim? vtrum propterea renuntiatio in causa tutelae -
locum habet, quia lustinianus ita coustituit, -
an potius lustinianus ita constituit, quoniam -
ratio iuris et natura beneficii buius id uon
respuis, sid admittit.
5) L. 32. §. 4. fl. b. 1. Ob aber diser textus von
einer aussergerichtlichen oder gerichtlichen
Verzicht anzunehmen, darüber ist ein grosser
Disput; inzwischen, wenn gleich selbiger von
der gerichtlichen Verzicht zu verstehen, wie
BACHOV. und HAHN. dd. U. wohl urtheilen.
so folget doch so viel daraus, daß eine Frau
capable sey, zu renuntiiren, widrigenfalls
der Praetor sie gar nicht würde zugelassen
haben.
Max-Planck-Institut für