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Jahreszeit eine Art Stillstand ihres Gewerbsbetriebes ¬
herbei, und nicht jeder ist darauf eingerichtet und auch
nicht mit den erforderlichen Geldmitteln ausgerüstet, um auf
Vorrath zu arbeiten und seine Erzeugnisse in einem eigenen
Verkaufsgewölbe in größerer Auswahl auf dem Lager zu halten;
und doch muß jeder derselben auch während dieses Stillstandes
die Kosten des Unterhaltes seiner oft zahlreichen Familie, den
Wohnungszins und andere unvorhergesehene Auslagen bestreiten,
die besonders bei eingetretenen Krankheits- und Todesfällen so
beträchtlich sind, daß nicht nur das zurückgelegte ganze Ersparniß ¬
zugesetzt, sondern auch noch mehrfältig aufgelaufene Kosten
für Aerzte, Apotheker rc. unberichtigt belassen werden müssen.
Nun tritt endlich die den angedeuteten Gewerbsklassen so sehr
ersehnte günstige Herbst= und Wintersaison ein, allein
derselben gehen auch neue Sorgen und vermehrte Auslagen ¬
zur Seite; der Michaelizins soll berichtiget, das
erforderliche Winterholz beigeschafft und eine wärmere
Bekleidung für die schulpflichtigen Kinder angefertiget werden. ¬
Woher soll nun der auf die eben bezeichnete Art so schwer
getroffene Gewerbsmann die Mittel entnehmen, um diese
Auslagen zu bestreiten und die ihm nunmehr zukommenden Arbeitsbestellungen ¬
zu effektuiren?
Man täuschs sich sehr, wenn man von der Voraussetzung
ausgeht, daß dem Unglücke und einem so harten
Bedrängnisse allseitig auch willfährig und hilfreich
die Hand geboten wird; vielmehr ist nicht selten das Gepräge
des Kummers, das der Tiefgebeugte an seiner Stirne trägt,
Bestimmungsgrund genug, um in Besorgniß allfälligen
Verlustes dessen flehentliche Bitte um Eröffnung eines Kredites ¬
oder gar um Ertheilung eines Gelddarleihens ¬
unter den nichtigsten Vorwänden abzulehnen und
ihn theilnahmslos seinem Geschicke zu überlassen.