Besonderer Theil. Erbrecht.
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zu haben 1)
; indessen werden ausser Kindern doch nut
Aeltern genannt **), denen ein Pflichttheil gebühre, und
dieses Recht kann, nach dem Geiste des jütschen Erbrechts, wohl
nicht auf andere aufsteigende Verwandte ausgedehnt werden 22
§. 200
5. Achtung des gesetzlichen ehelichen Erbrechts.
Der germanisch-rechtliche Satz, daß kein Ehegatte durch
eine letzte Willensverfügung den ehelichen Erbtheil (s. g. portio
statutaria) des andern schmälern dürfe *), ist auch bey uns
der
anerkannt 2). Doch hat nach lübschem Rechtes)
Mann eine gewisse Verfügungsfreiheit, indem er seine Wittwe
entweder „ihr bescheiden Theil" (doch nach Billigkeit) *) ge10) ¬
Z. B. gemeinschaftliche Constitution v. 20. Sept. 1632 §. 3.
(Revid. Landgerichtsord. IV. Tit. 22); R. v. 3. Jul. 1744;
Verordn. v. 18ten Jun. 1777 § 1., v. 22. Dec. 1786 §. 1;
Pat. v. 25. Oct. 1825; vergl. schon Blüting in d. Gl. z. B.
I. Cap. 14. S. 61; Falcks Bemerkg. über d. Quellen des vaterl. ¬
Rechts im St. Mag. II. S. 748; und Dreyer de inaequali -
masculor, et feminar. successione. Helmstad. 1744
p. 20.
Angeführtes R. v. 1744.
11)
Denn ein Pflichttheil der Geschwister wird nirgends erwähnt,
12)
auch hat die Anwendung der roͤmischen Bestimmungen uͤber diesen ¬
ihre Schwierigkeit; und die oben genannten stehen sogar den
Geschwistern in der gesetzlichen Erbfolge nach [h. 189.
Vergl.
Orsted im Haandbog IV. S. 537.
1) Eichhorns D. P. R. §. 336.
2) Vergl. Schraders Lehrb. §. 130; Rechtsfall in d. S. H. Anzeigen =
1784. (Samml. IV. No. 11.)
3) B. II. Tit. 1. Art. 3. 6. 8. Steins Abhandl. d. L. R. II.
§. 117. 124. f. 129. ff.
4) Vergl. Mevins ad art. 3. No. 1, art. 8. No. 72, s. doch
Stein §. 135. ff. 145.