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so hätten wir zwar gewünscht, daß ihr, auch nach eurer Ernennung
zum Ober=Appellationsrath Mitglied des Waisenhaus-collegii geblieben ¬
wäret, zumal ihr dem Waisenhause so nahe wohnt, vertrauen ¬
jedoch zu euch, daß ihr noch ferner eure Zuneigung und
Liebe für das Institut dadurch zu erkennen geben werdet, daß ihr,
wenn ihr etwa in der Folge ein oder andere Mängel und Mißbräuche ¬
bei demselben wahrnehmet, eure desfalls gemachten Bemerkungen ¬
den Mitgliedern des Collegii zu nöthiger Abhelfung sofort
freundschaftlich mittheilet. Wir rc."
Mit meiner Lage völlig zufrieden, habe ich bisher, ob sich
gleich dazu mehrmals Gelegenheit fand, keine Veränderung derselben
gewünscht. Anfangs Mai 1803 ward mir noch das in Hannover
erledigte Geneneral=Auditoriat, unter vortheilhaften Bedingungen, ¬
höheren Orts angetragen. Ich lehnte indeß den Antrag, zu
meinem und meiner Familie Glücke, gänzlich ab; denn schon am
Ende des erwähnten Monats geschah die unglückliche französische
Invasion, deren weitere Folgen auch mich, mit dem ganzen Militair,
in grenzenloses Verderben gestürzt haben würden. Möge mein
Genius mich stets so gut leiten und führen!
Im Anfange des Jahres 1806 erhielt ich einen Antrag zur
Vocation anf eine auswärtige Universität (Münster), mit einer
Besoldung von 1800 Rthlr. und andern Emolumenten. So mißlich ¬
auch, gerade in dieser Periode, die Lage unseres Landes war,
so konnte ich mich dennoch, in Erwägung aller Umstände, nicht entschließen, ¬
den Antrag anzunehmen und ich lehnte ihn um so mehr