fullscreen : Reimarus, Hermann Samuel: Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Thiere, hauptsächlich über ihre Kunsttriebe

Trieben  der  Thiere.
seter  Natur  übereinstimmen  oder  nicht;  was
uns  also  die  moralische  Verbindlichkeit  derselben
und  die  Richtschnur  unsers  ganzen  Lebens  entdeckt, =
  was  uns  eines  Gesetzes  fähig,  mit  einem
Worte,  was  uns  zu  Menschen  macht.
t  50.
Die  Empfindungen,  Triebe  und  Affecten,
welche  wir  mit  den  Thiaren  gemein  haben,  sind
uns  das,  was  die  Winde  einem  Schiffer  sind;
ohne  welche  er  zwar  nicht  segeln  könnte,  aber
denen  er  das  Ruder  nicht  überlassen,  sondern
sie  durch  Einziehung  der  Segel  mäßigen,  und
durch  seine  Steuer=Kunst  zu  seinem  vorgesetzten
Laufe  anwenden  muß,  wo  er  nicht  scheitern
oder  zu  Grunde  gehen  will.  Wenn  einer  mit
Schmaussen  sagen  wollte,  die  natürlichen  Fühlungen =
  und  Triebe  kommen  von  Gott,  und  geben =
  uns  also  eine  göttliche  Regel  unserer  Handlungen: =
  so  kommt  mir  das  nicht  anders  vor,
als  wenn  der  Schiffer  sagte,  der  Wind  und
das  Wetter  ist  Gottes  Wind  und  Wetter;
also  geben  mir  die  eine  göttliche  Regel  meiner
Fahrt.  Er  ist  ja  aber  nicht  eine  bloße  Wagre, =
  ein  bloßer  Ballast  seines  Schiffes,  die  sich
mit  dem  Schiffe  nur  hinschleppen  läßt.  Wovor =
  ist  er  denn  Schiffer?  wovor  hat  er  eine
Steuer=Kunst?  eine  Kunst,  die  gewisser  maßen
noch  göttlicher  ist,  als  die  körperlichen  NaturKräfte, =
  damit  er  das  ganze  Schiff,  und  selbst
Wind  und  Wetter,  nach  seinen  Absichten
lenken  kann?  wovor  hätder  sich  eine  gewisse
ihm
F  3
            
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