Metadaten : Annalen der Gesetzgebung Napoleons (Bd. 5 (1813))

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„Dieses  Gefühl  scheint  den  Haß  der  Dame  Levaillant
gegen  ihre  Schwiegermutter  gereizt,  und  auf  den  Grad
gebracht  zu  haben,  daß  sie  am  15.  Dezember  1810  ihrem
Kammermädchen,  Namens  Magnien,  zu  entdecken
wagte,  daß  sie  gesonnen  sei,  ihrer  Schwiegermutter -
  etwas  einzugeben.
„Will  man  den  Aussagen  dieses  Mädchens  Glauben
beimessen,  so  hat  sie  nichts  unterlassen,  um  ihre  Herrschaft
von  diesem  Vorsatz  abzubringen,  aber  diese  beharrte  darauf, -
  und  machte  ihr  die  fernere  Eröfnung:  Adolph  allein -
  könne  sie  bei  diesem  Vorhaben  unterstützen, -
  sie  möge  daher  mit  demselben  sprechen, -
  aber  in  der  Art,  als  wenn  der  Anschläg
von  ihr  herrühre.
„Adolph  war  ein  Bedienter,  der  Liebhaber  der
Magnien,  welchen  Levaillant  kurze  Zeit  vorher
bei  seiner  Mutter  in  Dienst  gebracht  hatte.
„Jn  der  That  sprach  dieses  Mädchen  mit  Adolph
von  dem  von  ihrer  Herrschaft  geäusserten  Vorsatz.  Dieser
war,  wie  sie  sagt,  bestürzt  darüber,  und  wollte  aufangs
nicht  daran  glauben;  da  aber  die  Magnien  am  folgenden -
  Tage  wieder  davon  anfieng,  glaubte  er  die  Dame
Chenie  davon  benachrichtigen  zu  müssen,  welche  anfangs
dieselbe  Zweifel  äusserte,  die  er  selbst  gehabt  haben  will.
„Unterdessen  begab  sich  die  Dame  Levaillant,  am
nämlichen  Tage,  15.  Dezember,  mit  ihrem  Kammermädchen -
  zu  vier  verschiedenen  Apothekern,  um  Arsenik  zu
kaufen.  Alle  weigerten  sich,  ihr  desselben  zu  verabfolgen,
ein  einziger  verkaufte  ihr  etwas  Rattenpulver.  Sie  fragte,
Max-Planck-Institut  für
Ter
Stadtbibliothek  Weberbach
europäische  Rechtsgeschichte
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