Objekt : Breit, James: ¬Das Vinkulationsgeschäft (Die Lombardierung rollender Güter)

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I.  Teil.
Begriff  und  wirtschaftliche  Grundlagen  des  Vinkulationsgeschäftes. ¬
  Seine  Behandlung  in  der  bisherigen ¬
  Rechtsprechung  und  Doktrin.
I.  Kapitel.
Wesen,  wirtschaftliche  Bedeutung  und  Technik  des
Vinkulationsgeschäftes.
§  1.  Die  Lombardierung  umlaufender  Güter.
1.  Als  Otto  Hübner  im  Jahre  1854  sein  Buch  über  die
Banken  veröffentlichte  *),  beschränkte  sich  das  Lombardgeschäft
fast  noch  völlig  auf  Beleihung  von  Wertpapieren  und  Edelmetallen. -
  Wohl  kam  es  auch  damals  bereits  vor,  dass  einige
wenige  Banken  ihre  Pfandgeschäfte  auch  auf  Waren  aus
dehnten,  und  dass  sie  sogar  bisweilen  die  auf  ihren  Speichern
lagernde  Pfandware  den  in  andern  Städten  wohnenden  Käufern
zurollen  liessen.  Aber  es  handelte  sich  dabei  um  vereinzelte
Fälle.  So  berichtet  Hübner*  2),  dass  die  preussische  Bank  in
Breslau  in  Pfand  gegebene  Wolle  in  Aachen  dem  Tuchfabrikanten -
  gegen  Ersatz  ihrer  Vorschüsse  und  Unkosten  abliefere.
Es  brauche  alsdann  der  Tuchfabrikant  für  den  Rohstoff  den
darauf  angewiesenen  Betrag  nicht  eher  zu  bezahlen,  als  bis  er
denselben  zur  Verarbeitung  von  der  Bank  holen  will,  oder  bis
die  Zeit  abgelaufen  ist,  für  welche  er  das  Anleihen  aufgenommen -
  hat,  das  jedoch  nötigenfalls  von  der  Bank  prolongiert  zu
werden  pflege.
1)  Otto  Hübner,  Die  Banken.  Leipzig  1854.
2)  a.  a.  O.  S.  103.
Breit,  Vinkulationsgeschäft.
            
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