Erbfähigkeit. §. 169.
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sie aber ein, das sie ziehen, so gehören sie zu dem erbe. Dis ist ein gerad,
darzu gehören auch milchgefesse, u. etliche sonderliche ding, die zu dem dienst
Gottes gehören, als mesgewant, kelch u. auch bücher, da die frawen pflegen
kurtzweil inn zu lesen. — Schöpsse, böck, ochssen gehören zu dem erb, u.
alle menliche thier.
51. Rüden. Stat. 60. In der were sal bliven eyn bedde alync mit
alme thughe also als et stunt by des doden menschen levene, dar tho sunderlikes
eyn par lakene tho dem bedde. ok sal in der were blyven der kindere, der
knechthe u. der meghede bedde myt alme thughe also als et vore stunt. vortme
eyn stolkussen, eyn arkussen, eyn dislaken, eyn hantdvele u. des ghesindes dysclaken. -
ok blivet in der were lynen laken, dat vor dem wevere were. Tho
dem gherade sal men gheven: alle kledere, de ghesnyden sint tho eyner
vrowen or junckfrowen lyve, alle ander bedewant ane dat vor uyt ghescriven
ys. vortme alle kussene, alle lakene, vorspan u. al ghesmyde also als et tho
eyner vrowen eder juncvrowen lyve ghehart hevet. vortme eyn clederkiste, lynen
laken, dat beghunt were af tho snydende, gharen dat dem wevere overlopen
were u. alle gharen lyn dat buthen den knothen were, hekelt vlas, eyn hekele,
eyn gharwynde, eyn haspel, eyn rocke, ein spynel u. eyn werve gordel, budel,
messet also als et tho erme live ghehart hevet; wes da nycht en ys, des en
darf men nicht gheven. Vortme weret also, dat de gherade weren vallen up
eyne vrowen eder juncvrowen u. de sturven yr dan se de gherade uterden, de
solden deselven gherade gheven myt erme gherade in al der wyse als hy vorgescreven ¬
steyt. Vortme weret eyn eywonich mensche, des bedde myt alme tughe
sal blyven in der were dem nesthen, dat andere sal men gheven tho deme gherade ¬
in aller wise als hy vorghescreven ys. Vortme weret eyn Bruersche,
de dar storve, so blyvet in der were eyn badekuven, eyn athkuven, eyn byrleghelen, ¬
eyn dunnebirs leghelen. were dat da nicht, dan eyn byrbode, de selve
blyvet in der were; al de anderen vate, de tho dem bruende horet, sal men tho
dem gherade ghyven myt al den stucken de hy vorgescr. sint. wes da nicht en
ys, de en darf men nicht gheven.
53. Lodtmann Acta Osnabrug. 2, 172. Zum gerade einer frouwen
gehört: — ein keßel dar men ein kind in baden kan, ein -
pott darin man
ein huen sieden kann; — gesponnen garn —, so die frau — in ihrer gewehr ¬
gehabt; immen u. schafe, so die frau zu ihrem manne gebracht.
54. Gl. z. Sächs. Lehnr. 57. es ist noch heist kein gerade, dieweil der
mann lebt.
55. Verm. Ssp. (B.) 1. 7, 6. Stirbit einem manne syn wip adir
einer vrauwin ir man, die do arm sint gewest, das se nicht wenne ein bette
habin u. ein kossin adir czwei u. ein slaflachin u. ein tischlachin u. ein hantuch, ¬
das en darff wedir czu gerade noch czu hergewete gebin.
56. Lüb. R. v. 1240. Art. 27. Herewede u. radhe ne schal men
nicht sunderlike utgeven. Mer we negest erve is, de nimt beide erve,
herewede u. radhe.
57. Naumburg. Rathsschl. v. 1337. §. 16. (Mühler. S. 66). Ouch
wulle wir nicht das keyn burger ader burgerinne eyn deme anderen
gerade ader herwete abe fordere sulle.
58. Verm. Ssp. (B.) I. 5. pr. czu erbe gehort noch lantrechte u.
noch wichbilde rechte —
acker u. wesin, holcz, bawmgarten, hoppegarten,
weingarten, tische, huß, fleischbencke, brotbencke, czinse uff husern adir uff garten, ¬
allis getreide, gedroschen u. ungedroschin, win, mete, bir, alle das kasten
u. schreyn, tronen u. laden, die czu frauengeschirre nicht sint awsgescheiden,
troge u. kessele, holringe, hawstocken, hackebret u. heckemesser, pferde, swyn, kuue,
kelbir 2c. —, allir harnisch, der obir eins mannes leip ist, allis gewant wollyns
u. leynis, alle kaufmanschaft, alle varnde habe wie die genant ist, tische, sedeln
U. bencke.
59. L. Sal. emend. 62, 6.; s. oben S. 187. Lit. a.
h. Marculfi form. Append. 49. Dulcissima — filia mea. Omnibus
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