88 VIII. Lipowsky, vom Sallmannischen Eigen,
Aufstellung dieser Salleute, wie auch Verleihung dieser -
lehn üblich gewesenen Formalitäten entdecken?).
Auf dem ersten stehen oben an nach der Queer folgende -
Worte:
Anno Domini MDXLX. ist dieses Gemäl an beden -
seitben sambt den Schriften dabei von Amtt
vmgemaln und wiederumb verneuet worden.
In der Mitte desselben aber sitzet der Herzog in ei
nem rothen Rock mit rauhen Futter auf einem weißen
Pferde, dem ein mit einem blauen Kittel gekleideter Bauer
zween an einem weißen Stabe angehefte Handschuhe hinauf -
giebt; und in der, über dem Haupt des Pferdes vorkommenden -
viereckigten Einfaßung, stehet folgendes.
Dermassen haben die alten Fuͤrsten einen
Pauern die Sallmanisch Aigen vnd Lehen -
auf einen weissen Pferd uerlihen, dagegen hat
im der Paur zwen weis Handschuech ab
einem weissen Stablein hinaufgereckht, nachmals
hat derselb Paur die Lehen Edlen vnnd
Vnedlen uerlihen, vund hat der Paur der
Sallman geheissen, wie am ymbkherten plat
zu sehen.
Auf dem zweiten stehet zu beiden Seiten obige
Kundschaft (§. 11.) geschrieben; in der Mitte hingegen -
kommt nebst den Wappen deren von Adel, dann
der
e) Bei dem Churfürstl. Lehenhofe zu Burghausen befinden sich
die nemlichen Gemählde, nur mit dem Unterschiede, daß sie
etwas später erneuert worden, wie aus folgenden Worten erhellet. -
Ang 146. ist dieses Gemähl an beeden seithen
sambt den Schriften dabey von ainer alten Tafel abcon
terfet, und wiederum erneuert worden.
Max-Planck-Institut für