Metadaten : Ueber die Rechtsverhältnisse zwischen Grundstücks-Nachbarn ([1])

et  de  sugrundiis  et  protectionibus  die  nöthigen  Unterlagen
liefert.  Von  den  in  dieser  Ueberschrift  mit  genannten  Wetterdächern ¬
  und  Vordächern  erfahren  wir  freilich  sehr  wenig.  Desto
zahlreicher  sind  die  Fragmente,  welche  das  damnum  infectum
behandeln;  sie  sind  meist  den  juristischen  Bearbeitungen  des  Edikts
(edictum  praetoris  urbani  wie  edictum  provinciale)  entnommen. ¬

Indem  wir  die  Geschichte  unseres  Rechtsinstituts  für  einen
spätern  Abschnitt  aufsparen,  wollen  wir  zunächst  uns  klar  machen,
was  unter  der  cautio  damni  infecti  überhaupt  zu  verstehen  sei.
In  l.  7.  D.  39,  2  referirt  Ulpian  das  Edikt  des  Prätor
in  Betreff  der  cautio  d.  inf.  also:  „Damni  infecti  suo  nomine ¬
  promitti,  alieno  satisdari  jubebo  ei,  qui  juraverit,
non  calumniae  causa  id  se  postulare,  eumve,  cujus  nomine ¬
  aget,  postulaturum  fuisse,  in  eam  diem,  quam  causa
cognita  statuero.  Si  controversia  erit,  dominus  sit  nec
ne,  qui  cavebit,  sub  exceptione  satisdari  jubebo.  Eum,
cui  ita  non  cavebitur,  in  possessionem  ejus  rei,  cujus  nomine ¬
  ut  caveatur  postulabitur,  ire,  et  cum  justa  causa  esse
videbitur,  etiam  possidere  jubebo.  In  eum,  qui  neque
caverit,  neque  in  possessione  esse,  neque  possidere  passus ¬
  erit,  judicium  dabo,  ut  tantum  praestet,  quantum  praestare ¬
  eum  oporteret,  si  de  ea  re  ex  decreto  meo,  ejusve,
cujus  de  ea  re  jurisdictio  fuit,  quae  mea  est,  cautum  fuisset. ¬
  Ejus  rei  nomine,  in  cujus  possessionem  misero,  si
ab  eo,  qui  in  possessione  erit,  damni  infecti  nomine  non  1
satisdabitur,  eum,  cui  non  satisdabitur,  simul  in  possessione -
  esse  jubebo.“
Dieses  Referat  enthält  jedoch,  wie  wir  aus  l.  4.  §.  5.  D.  h.  t.  *2)
ersehen,  das  Edikt  nicht  vollständig;  auch  beschäftigt  sich  letzteres
mehr  mit  den  prozessualischen,  als  mit  den  materiellen  Grundlinien ¬
  der  cautio  d.  inf.  Die  letzteren  gibt  uns  Gajus  vollständiger ¬
  in  l.  19.  §.  1.  h.  t.:
1)  Das  non  fehlt  in  der  Florentina,  findet  sich  aber  in  der  Bulgata,  und
ist  augenscheinlich  nothwendig.
2)  „Praetor  ait:  Dum  ei,  qui  aberit,  prius  domum  denuntiari  jubeam.“ ¬

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