dem Römischen Kayser und König. 521
Beystandt Jr Königl. Würden mit nichte
verlassen wolten.
Solches Jrer Königl. Maj. damit Jch
ihro nunmehr Ir rechts praedicatum geb
von Jr Kayserl. Maj. und Jren den Churfürsten -
ganz vaͤtterlich und freundlich zugesagt und
versprochen worden und wie Sy nun darauf
den Churfürsten ain Eyd gethan, daß Sy die
Obligation, die Inen ein jeder angeender
Koͤnig zu ferttigen und geben pflegt, fertigen
und treulich halten wolten; Ist man herauß
in den Chor kommen und hat Jr Kayserl. Maj.
vor allen Dingen zu Jrer Kayserl. köstlichen
zugerichten Session beglaittet, darnach aber
Jr Königl. Maj. zum hohen Altar hinfürgeführt, -
darauf alsbald gesezt und das Te Deum
laudamus zu singen, auch darunter zum stattlichsten -
zu trumeten und heerpaucken angefangen, -
darnach ist von dem Bischoffen zu Wuͤrzburg, -
welcher den ganzen Actum alda in Pontificalibus -
verharret, der Psalm Domine in
Te laudabitur Rex, samt etlichen Collecten
gesungen und darauf Jr Königl. Maj für den
Chor hinaus auf eine hohe Buhn geführt, daselbst -
herab dem Volck schrifftlich und mündlich -
publicirt und volgends Jrer Maj. Bewilligungs-Brief -
verlesen worden.
Unter solchem hat man stets geläut, auch
Geschüz allenthalben auf den Statwehren abgeschossen -
und ist ain solliche Freud zu Kirchen
und auch auf der Gassen, auch so vil Volcks
bey einander gewest, daß man schier nirgends
hat
Max-Planck-Institut für
DFG
europäische Rechtsgeschichte