Object : Funke, Carl Philipp: Naturgeschichte und Technologie zur Selbstbelehrung für Nichtstudierende

Das  Gewächsreich.
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ist  aber  nicht  mehr  im  Gebrauch,  weil  sie  allzu  heftiwirkt, ¬
  und  abscheulich  schmeckt.
Die  Meerzwiebel  wächst  in  südlichen  Gegenden
am  Ufer  des  Meeres,  und  erreicht  zuweilen  die  Größe
eines  Kinderkopfs.  Sie  enthält  einen  überaus  scharfen,
fast  giftigen  Saft  ,  wird  aber  doch  nach  einigen  Zubereitungen =
  in  verschiedenen  Krankheiten  mit  Nutzen  angewandt. ¬
  Unter  andern  macht  man  in  den  Apotheken  den
sauern  Meerzwiebelhonig  davon,  welcher  in  Brustbeschwerden ¬
  gute  Dienste  thut.
Gräser.
Hiezu  werden  alle  diejenigen  Gewächse  gerechnet,
welche  mit  einem  schwammigen  Mark  angefüllte,  oder
auch  hohle  und  mit  Knoten  und  Gelenken  versehene  Halme =
  haben.  An  den  Knoten  stehen  lange  schmale  Blätter
vohne  Stiel,  und  die  Blumen  sitzen  entweder  in  Reihen
an  dem  Hauptstiele,  und  bilden  eine  Aehre;  oder  sie  erscheinen ¬
  getheilt  auf  verschiedenen  Stielen,  in  Rispen.
Diese  Klasse  enthält  die  für  uns  so  wichtigen  Getraidearten, ¬
  welche  schon  seit  undenklichen  Zeiten  angebauet
worden  sind.
Von  dem  Roggen,  dessen  ursprüngliches  Vaterland =
  nicht  mehr  bekannt  ist,  giebt  es  mehrere  Spielarten.
Dergleichen  sind:  der  archangelsche  Roggen  mit
hohen  starken  Halmen  und  langen  Aehren;  der  Staudenroggen, ¬
  wovon  jeder  Halm  mehrere  Aehren  mit
grauen  Körnern  hat;  der  wallachische  Roggen,
welcher  höher  und  ergiebiger  ist,  als  der  gemeine  Roggen; ¬

            
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