10 I. v. Hertzberg, von den häufigen Veräͤus.
Denn
hundert gerechnet, von seinem Capital erhalten.
eine Mark Silbers brandenburgischer Wehrung war vier
Ungar. Goldgülden, wenn diese sehr hoch angeschlagen
werden, gleich *); folglich machten die zur Widerloͤsungssumme -
angenommene 400,000 Ungar. Goldgulden, das
Capital von 100,000 Mark aus *), und die 5000
Mark
denburg sehr wohlfeil erhalten, wenn er Markgraf Otten
nicht mehr als 100,000 Goldgulden, das ist 25,000 Mark
dafür gegeben. Hergegen Burggraf Friedrich von Nürnberg -
oder Churfürst Friedrich I. hat das Churfürstenthum
Brandenburg, von dem damals die Neumark, und ein
Theil der Uckermark und Prignitz abgerissen, und alle Domainen -
versezt waren, dem Kaiser Sigismund im Jahr 1417.
desto theurer bezahlet, da er ihm 400000 Goldgulden oder
100000 Mark dafür gegeben, und also sein Capital nicht einmal -
zu 6 von hundert angelegt, da damals die Zinsen durchgehends -
zu 10 von hundert gegeben worden. Diese hier kurz
erwiesene Rechnung zeiget, daß die gemeine Sage, die auch
bei dem lezten baierischen Kriege noch wieder aufgewärmt worden, -
als ob das Haus Zollern die Mark Brandenburg sehr
wohlseil an sich gebracht, und gleichsam die Stricke an den
Glocken nicht bezahlet, ganz ungereimt und ungegründet ist
und nur von solchen Leuten gebraucht werden kann, die den
so unterschiedenen Werth des jetzigen und damaligen Geldes
nicht bedenken, und nicht wissen, wie man damals die Länder -
verkauft.
Jn der Urkunde, darinne K. Sigmund 1403 den Verkauf
der Neumark an den teutschen Orden bekennet, sagt er ausdrücklich: -
daß er 4 Ung. Goldgülden auf eine Mark Silber
Br. rechne.
d) Es ist schwer diese Summe nach dem heutigen Geldcours
und Münzfuß genau zu bestimmen, da man den wahren
Werth der Marken Silber Brandenb. nicht hinreichend genug -
Max-Planck-Institut für