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ger wird die Stoppelweide benutzt. Eine fast übergroße Ausdehnung
hat der Kartoffelbau gewonnen. Es giebt Güter, die 6—10000
Scheffel für den Betrieb der Brennereien und Tagelöhner, die 10 bis
20 Scheffel auspflanzen. Die Kartoffel ist die Brachfrucht geworden
mit der man ganze Schläge zur Aufnahme der folgenden Kornsaaten
vorbereitet.
Bei der Größe der Waldungen und Schwierigkeit des Absatzes
hat man bisher noch nirgends eine feste Betriebsart einzuführen der
Mühe werth gehalten. Die Klafter Holz kostet durchschnittlich nur
2 Thaler 10 Sgr.
ad 3. Der Strand, mit schwerem Vieh und schwerem Weizenboden ¬
hat ein feuchtes und nebeliges, aber gesundes Klima.
Die Oberfläche des Bodens ist in der größeren südlichen Hälfte
des Strandes wellenförmig. Im Norden liegen die weiten Tiefebenen
mit dem Meeresspiegel fast gleich. Vor denselben ziehen sich, schützend
gegen Meerüberfluthung, die Dünen. Der Dünenstreifen ist von ungleicher ¬
Breite, zuweilen nur 40—50 Schritte, mitunter liegen zwei
und drei Dünenreihen hinter einander. In den kleinen Tiefen zwischen ¬
den Dünenreihen liegen hier und da fruchtbare Kartoffelfelder.
Es finden sich in der geringen Breite des Strandes, die von Norden
nach Süden etwa anderthalb Meilen beträgt, mit Ausnahme des
Marschlandes alle Bodenarten, vom Flugsande bis zum strengsten
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Thonboden. Der letztere beginnt ungefähr 500 Schlitte hinter der
Sandregion der Küsten. Er ist Anfangs mit Sand gemischt, und
wird weiter gegen Süden, eine Meile in der Breite, strenger Lehmboden. ¬
Der Strandboden enthält vielen graublauen Thonmergel; dieser
aber sagt ihm weniger zu, als gebrannter Kalk. Der Morgen Landes ¬
kostet hier 50—70 Thaler, während in den oberen Landstrichen
Hinterpommerns selten über 25 Thaler.
Die größeren Güter werden in 6 Feldern bewirthschaftet: Win— ¬
Hafer mit Klee — Mäheklee — reine
terkorn — Sommerfrüchte
Brache, gedüngt. Die Bauern haben meistens 5 Felder mit gleicher
Fruchtfolge, ältere Wirthe auch nur 4. Die Herrengüter sind 400
bis 1600, die Bauergüter 100 bis 150 Morgen groß. Bei dem
reicheren Strohgewinn gebraucht man fast nur Stalldung, und zwar
tint
bei der Sechsfelder=Wirtyschaft alle 6 Jahre.