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12. Der Büchernachdruck.
träge im folgenden Jahr fast um 4000 gemehrt haben
soll, womit das „litterarische" Deutschland, wie sich leicht
feststellen läßt, ziffernmäßig noch lange nicht vollständig
umschrieben ist. Unter jenen 12000 Adressen vom Jahre
1887 wurden beiläufig 12—1500 Berufsredakteure
und 4500 Berufsschriftsteller männlichen und weiblichen
Geschlechts angenommen, mit dem Hinzufügen, daß „in
keinem Lande so viel und so schlecht geschrieben werde
„ 1
wie in Deutschland
Dem angemessen haben wir die stärkste Bücherproduktion, ¬
nach der freilich manches zu wünschen lassenden
Litterarstatistik etwa so stark wie die französische und
englische zusammengenommen, und außerdem eine Zeitschriften- ¬
und Zeitungslitteratur, welche ähnlich entwickelt
nur in Ländern gefunden wird, die im Bücherwesen nicht
viel aufzuweisen haben.?
1) Deutsche Schriftsteller=Zeitung. 1887, No. 62.
2) Nach dem „Jahresbericht der Handelskammer zu
Leipzig" betrug die Zahl der litterarischen Erscheinungen im
§. 1875 für Deutschland, Österreich und die Schweiz 12843,
im J. 1887 16982, so daß die Produktion in zwölf Jahren
ungefähr um 30% gewachsen sein würde. Diese Ziffern geben
aber insoweit kein richtiges Bild, als dabei Neuigkeiten, neue
Auflagen und Fortsetzungen bunt durcheinander gezählt werden.
Neuigkeiten und neue Auflagen müssen voneinander geschieden
werden, und von Werken, die in Bänden oder Lieferungen
erscheinen, darf immer nur der erste Band oder die erste Lieferung ¬
mitzählen. Auch dürfen Bücher und Zeitschriften nicht
miteinander vermengt werden. Von den 16982 Erscheinungen
im J. 1887 entfielen 3022 auf Leipzig, 2661 auf Berlin
auf das übrige Preußen 3774, auf das übrige Deutschland