Volltext : Schürmann, August: ¬Die Rechtsverhältnisse der Autoren und Verleger sachlich-historisch

248
12.  Der  Büchernachdruck.
träge  im  folgenden  Jahr  fast  um  4000  gemehrt  haben
soll,  womit  das  „litterarische"  Deutschland,  wie  sich  leicht
feststellen  läßt,  ziffernmäßig  noch  lange  nicht  vollständig
umschrieben  ist.  Unter  jenen  12000  Adressen  vom  Jahre
1887  wurden  beiläufig  12—1500  Berufsredakteure
und  4500  Berufsschriftsteller  männlichen  und  weiblichen
Geschlechts  angenommen,  mit  dem  Hinzufügen,  daß  „in
keinem  Lande  so  viel  und  so  schlecht  geschrieben  werde
„  1
wie  in  Deutschland
Dem  angemessen  haben  wir  die  stärkste  Bücherproduktion, ¬
  nach  der  freilich  manches  zu  wünschen  lassenden
Litterarstatistik  etwa  so  stark  wie  die  französische  und
englische  zusammengenommen,  und  außerdem  eine  Zeitschriften- ¬
  und  Zeitungslitteratur,  welche  ähnlich  entwickelt
nur  in  Ländern  gefunden  wird,  die  im  Bücherwesen  nicht
viel  aufzuweisen  haben.?
1)  Deutsche  Schriftsteller=Zeitung.  1887,  No.  62.
2)  Nach  dem  „Jahresbericht  der  Handelskammer  zu
Leipzig"  betrug  die  Zahl  der  litterarischen  Erscheinungen  im
§.  1875  für  Deutschland,  Österreich  und  die  Schweiz  12843,
im  J.  1887  16982,  so  daß  die  Produktion  in  zwölf  Jahren
ungefähr  um  30%  gewachsen  sein  würde.  Diese  Ziffern  geben
aber  insoweit  kein  richtiges  Bild,  als  dabei  Neuigkeiten,  neue
Auflagen  und  Fortsetzungen  bunt  durcheinander  gezählt  werden.
Neuigkeiten  und  neue  Auflagen  müssen  voneinander  geschieden
werden,  und  von  Werken,  die  in  Bänden  oder  Lieferungen
erscheinen,  darf  immer  nur  der  erste  Band  oder  die  erste  Lieferung ¬
  mitzählen.  Auch  dürfen  Bücher  und  Zeitschriften  nicht
miteinander  vermengt  werden.  Von  den  16982  Erscheinungen
im  J.  1887  entfielen  3022  auf  Leipzig,  2661  auf  Berlin
auf  das  übrige  Preußen  3774,  auf  das  übrige  Deutschland
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer