252 Zweiter Abschnitt. Erwerb des Besitzes.
Dritte Anwendung: Wer ein Grundstück usucapirt,
erwirbt nach der falschen Meinung einiger Juristen
zugleich mit dem Grundstück auch den Schatz, der
darin vergraben ist (1). Aber das Falsche in dieser
Meinung liegt nicht darin, daß Usucapion des Theils
zugleich mit dem Ganzen behauptet wird, sondern in
der Betrachtung des Schatzes als eines Theils des
Grundstücks. Demnach ist hier nur die Anwendung
unsrer Regel unrichtig gemacht.
Vierte Anwendung: Wer ein Haus besizt, hat
nicht auch den Besitz der einzelnen Balken und Mauersteine. -
Hätte er diesen, so würde er die Balken und
Steine, als bewegliche Sachen, früher erwerben als
das Haus: das ist nach unsrer Regel unmöglich (2).
„possidere dixerit, necesse
(1) L. 3. §. 5. de poss. (s. o.
„erit, (ut) dicat (in) posS. ¬
212.).
„sessione superficiei tempo(2) ¬
L. 25. pr. de usurp.
„ribus de mobilibus statutis
„Eum, qui aedes mercatus
„locum esse, solum se cap„est, -
non puto aliud, quam
„turum esse ampliori (tem„ipsas ¬
aedes, possidere: nam„pore): -
quod absurdum, et
„si singulas res possidere in„minime ¬
juri civili conve„tellegetur, ¬
ipsas aedes non
„niens est, ut una res diver„possidebit: -
separatis enim
„sis temporibus capiatur: ut
„corporibus, ex quibus ae„puta ¬
cum aedes ex duabus
„des constant, universitas
„rebus constant, ex solo et
„aedium intellegi non pote„superficie, ¬
et universitas ea„rit: -
accidit (accedit) eo,
„rum possessione temporis
„quod si quis singulas res