Inhaltsverzeichnis : Vermischte Schriften (5)

Ulpiani  fragm.  ed.  Hugo.
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derts  eine  vollständige  Collation  angelegt  hat.  Das
Resultat  dieser  Arbeit  war  eine  große  Zahl  von  Lesearten, ¬
  die  sich  nirgends,  als  in  jener  Ausgabe,  finden.
Druckfehler  können  diese  eigenthümlichen  Lesearten  nicht
seyn,  dafür  bürgt  die  übrige  Sorgfalt  der  Ausgabe;
Conjecturen  eben  so  wenig,  denn  viele  sind  ganz
sinnlos,  und  es  ließe  sich  kein  Grund  denken,  warum
wiederum  viele  andere,  zum  Theil  sehr  sichere,  Conjecturen ¬
  am  Rande  stehen  sollten,  welches  doch  der
Fall  ist.  Demnach  sind  es  die  Lesearten  der  Handschrift, ¬
  welche  Annahme  noch  durch  folgende  Gründe
bestätigt  wird:  1)  Cujacius,  von  dem  die  Ausgabe
herrührt,  hatte  damals  schon  längst  die  Handschrift
in  Händen  gehabt,  und  war  längst  bemüht  gewesen,
einzelne  Lesearten  daraus  bekannt  zu  machen;  2)  die
einzeln  bekannten  Lesearten  des  Cod.  Til.  finden  sich
hier  in  der  That  wieder;  3)  ganz  entscheidend  endlich
ist  die  Marginalnote  im  Anfang  des  Ulpian:  „Lacunarum, ¬
  quae  in  exemplari  authentico  erant,  supplementum ¬
  ex  conjectura  denotat  literarum  certis  contextus ¬
  locis  varietas,  ceteris  emendationibus  in  oram
libri  rejectis.  Der  Plan  der  Ausgabe  scheint  nun
folgender.  Stillschweigend  verbessert  werden  sollten
wohl  nur  offenbare  Schreibfehler,  d.  h.  solche,  zu
deren  völlig  sicherer  Verbesserung  es  nicht  einmal  der
Sachkenntniß  bedarf;  denn  solcher  Fehler  muß  das
            
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