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bar auf die quaestio facti an, ob die Zehnten in dem besonderen ¬
Falle die Natur der Abgaben haben, oder nicht.
Die von einigen älteren Rechtslehrern aufgestellte Ausnahme, =
daß der repetitio dotis keine exc. compens. entgegengesetzt ¬
werden könne, weil Justinian die Retentionen aufgehoben =
habe, hat schon Tyndarus 485) mit acht Gründen
widerlegt, die sich aber sämmtlich darauf reduciren, daß compensatio -
und retentio verschiedene Dinge sind, worauf schon
Paulus bei Gelegenheit der compens, in dotem aufmerksam ¬
gemacht hat 486
Man kann noch hinzusetzen, daß Justinian -
ausdrücklich erklärt hat, an die Stelle der retentio
propter impensas necessarias trete der Grundsatz imp, necessariae ¬
ipso jure minuunt dotem 487
Wenn man endlich auch beim commodatum die exc.
compensationis für ausgeschlossen gehalten hat, so hat man
488). L. 4.
wohl nur den eigentlichen Streitpunkt übersehen
C. de commodato (4, 23) ist ganz nach dem allgemeinen
Grundsatze, daß Geld mit Sachen nicht compensabel ist, zu
erklären 489)
485) a. a. O. art. 5. no. 42 — 46.
486) L. 15. §. 1. soluto matr. 24, 3. vgl. L. 22. §. 3. L. 63.
§. 1. eod.
487) L. un. §. 5. C. de r. u. a. 5, 13.
488) Mit demselben Rechte behauptet daher Bellojus a. a. O.
p. 734., daß auch beim precarium, der actio locati it. s. w. compensatio ¬
nicht stattfinde. Der Code civil §. 1293. hat diese
Ausnahme ohne Weiteres aufgenommen, das pr. Landr. §. 363.
365. aber den richtigen gemeinrechtlichen Gesichtspunkt festgehalten.
489) Praetextu debiti restitutio rei commodatae non probabiliter
recusatur. Die verschiedenen Auslegungs-, sogar Emendationsversuche ¬
dieser Stelle (Cujac. schlägt vor commendatae st. commodatae ¬
zu lesen) s. in Giphanii explanat. diffic. et celebr.
leg. Cod. ad. h. 1. Die richtige Auslegung hat schon Tyndarus
a. a. O. art. 5. no. 23. Vgl. besonders oben §. 50.