260 Zweyter Abschnitt. Erwerb des Besitzes
für sich bestehende Sachen, dieser Satz ist in vielen Stellen ¬
deutlich ausgesprochen (1). Eine bloße Folge dieses
Satzes ist es, daß nicht an dem Boden und Gebäude
(und eben so an verschiedenen Stockwerken desselben Hauses) ¬
verschiedene Eigenthümer vorkommen können (2)
Eben so folgt daraus, daß auch das Pfandrecht
nicht an einem Einzelnen dieser Bestandtheile, sondern
nur an dem Ganzen, gegeben werden kann (3). Aber
mit derselben Nothwendigkeit folgt daraus auch die
gleiche Unmöglichkeit für den Besitz: Boden und Haus
also, und eben so auch verschiedene Stockwerke, können
nicht verschiedene Besitzer haben, gerade so wie an einer
Bildsäule nicht einer den Kopf und die Arme, ein anderer ¬
das übrige zu gleicher Zeit besitzen kann. Auch
fehlt es für diese Anwendung auf den Besitz nicht an unmittelbaren ¬
Zeugnissen (4).
(1) L. 49. pr. de rei vind.—
„perficie tradere, nihil proL. ¬
20. §. 2. de S. P. U.
„ficit quo minus et superfiL. ¬
98. §. 8. de solut. — L. 21,
„cies transeat, quae natura
de pign. act. — L. 23. pr. de
„solo cohaeret.“ (Tradition
usurp. — L. 44. §. 1. de O. et A.
aber geht zunächst auf den Be(2) ¬
L. 50. ad L. Aquil.
sitz, und nur mittelbar auf das
L.2. de superfic. — L. 98. §. 8.
Eigenthum). — L. 15. §. 12.
de solut.— L. 17. comm. prued.
de damno infecto.. si e
(3) L. 21. de pign. act.
„supersicie, inquit, damnum
(4) L. 44. §. 1. de O. et A.
„timeatur, non habebit res
»...Sic et in tradendo si quis
„exitum: nec prosuturum in
„dixerit, se solum sine su„Possessionem ¬
ejus rei mitti,