Volltext : Fontenelle, Bernard Le Bovier: Bernhard von Fontenelle Dialogen über die Mehrheit der Welten

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Phosphoren  nennt,  und  die,  nachdem  sie  dem
Sonnenlicht  ausgesezt  gewesen,  selbiges  dergestalt
einschlukken,  und  sich  davon  durchdringen  lassen,
daß  sie  nachher  in  der  Dunkelheit  einen  ziemlich ¬
  lebhaften  Glanz  von  sich  geben.  Vielleicht
hat  Mars  sehr  hohe  Felsen,  die  natürliche
Phosphoren  sind,  und  bey  Tage  einen  Vorrat
von  Licht  in  sich  aufnehmen,  womit  sie  bey
Nacht  glänzen.
Sie  werden  nicht  läugnen  köͤnnen,  daß  es
nicht  ein  angenehmer  Anblik  seyn  wuͤrde,  wenn
man  sogleich  nach  Sonnenuntergang  die  Felsen
sich  entzuͤnden,  und  ohn'  alle  Kunst  die  herlichste
Erleuchtung  hervorbringen  sähe,  ohne  daß  sie
ihrer  Hize  wegen  beschwerlich  fiele.  Sie  wissen
auch,  daß  es  in  Amerika  gewisse  Voͤgel  giebt,  die
im  Dunkeln  dergestalt  leuchten,  daß  man  dabey
lesen  kan.  Wer  weis,  ob  nicht  Mars  einen
Ueberflus  an  dergleichen  Voͤgeln  hat,  die  sich  mit
Eingegen =
  seinen  Hauptplaneten  verhältnismässige  Grösse
hat,  auch  wie  er  wenig  Licht  zurükwirft.  Dann  komt
auch  Mars  nur  alle  zwey  Jahr  der  Erde  am  nächsten,
und
            
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