Besonderer Theil. Zweites Buch.
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Ein Lohn (merces) darf dabei nicht versprochen
ausmachen (c).
seyn (d), wohl
aber kann ein Honorar als Vergeltung für die geleisteten ¬
Dienste versprochen und gegeben werden (e). Doch ist dieß
nichts so Wesentliches, wie die merces bei der locatio et conductio ¬
operarum.
(a) GAJUS 3. 155. — Inst. 3. 26. (27.) — Dig. 17. 1. — Cod. 4. 35. —
DONELLI comm iur. civ. Lib. 13. c. 10—14. Lib. 16. c. 23.— Aug.
Buchner Versuch einer Theorie des Vollmachtsvertrages nach Röm.
Rechte. Landshut 1809. — Gesterding Beiträge zur Lehre vom Mandat; ¬
in dessen Irrth. der Rechtsgelehrten, Nr. 6. — Glück Comm,
Th. 15. § 950—960. — Bucher Recht der Forderungen, § 75--79. —
VAN DAM Diss. de mandato. L. B. 1824. — M. J. D. GRAAFLAND
Diss. de mandato. Traj. ad Rhen. 1829.
(5)
Ueber den Unterschied zwischen mandatum, jussus, consilium (auch
commendatio) s. § 6. J. ibid. —fr. 6. § 5. fr. 12. D. ibid.— fr. 47, pr.
D. 50. 17. fr. 2. D. 2. 2. — Thibaut Versuche B. 1. Nr. 8. —
Schöman Handb. des Civilr. B. 2. S. 221. — Neustetel im Archiv ¬
für civil. Praxis, B. 2. Nr. 4. — Gesterding a. a. O. S. 197.
Vergl. auch: GoTTSCHALK Disc. for. T. 1. c. 8. — Hepp im
Arch. für civ. Pr. B. 11. Nr. 3. — Seuffert ebend. B. 11. S. 372.
Unterholzner a. a. O. S. 586.
§ 7. J. 3. 26. (27.) — fr. 6. § 3. fr. 22. § 6. D. 17. 1.
(c)
(d) Denn sonst wäre es locatio et conductio. § 13. J. 3. 26. (27.) —
fr. 1. § 4. D. 17. 1. Die Unentgeltlichkeit ist eigentlich das Karakteristische ¬
des Auftrags. Auch operne illiberales können durch Auftrag besorgt ¬
werden. Bei der operae liberales aber schadet das Honorar deshalb ¬
nichts, weil die operae liberales unschätzbar sind. N.
(e) fr. 6. pr. fr. 7. D. ibid.
§ 391.
B. Arten des Mandats,
Der Auftrag ist: 1) in Rücksicht der Person, zu deren Vortheil ¬
er gereicht, entweder ein gewöhnliches Mandat (s. g. mandatum ¬
simplex), wenn er zu Gunsten des Mandanten selbst gereicht;
oder ein s. g. mandatum qualificatum, wenn der Vortheil eines
Dritten dadurch bezweckt wird. Hier heißt alsdann der Auftraggeber ¬
mandator (a). Wird endlich durch das Mandat der eigene
Vortheil des Mandatars bezweckt, so heißt dieser, wenn ihm der
Mandant eine Forderung gegen einen Dritten cedirt, procurator
in rem suam ober cessionarius (§ 333); wenn er hingegen von
dem Mandanten bloß Anweisung erhält, von einem Dritten eine