Metadaten : Fourcroy, Antoine François: System der Chymie

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7.  Ihre  Stärke.  Man  muss  sie  in  dieser  Hinsicht  als  wirkende  Mittel  unterscheiden;  entweden
In  ihrem  vollkommnen  Zustand;  —  ohne  sich  zu  zersetzen.
In  ibren  Bestandtheilen  ,  je  nachdem  sich  der  Sauerstoff  schwerer  oder  leichter  davon  trennt,
8°.  Ihre  wechfelfeitige  Eintheilung.  Ich  ordne  sie  nach  der  Vereinigung  ihrer
wechelseitigen  Grundlagen  mit  dem  Sauerstoff.
B.  Insbesondere;  In  Rücksicht  der  Ordnung,  vie  ich  hier  oben  Nro.8.  angezeigt  habe, -
  hat  man  zu  untersuchen.
1°.  Die  Kohlensäure.  Von  Black,  1757,  entdeckt;  —  ist  uns  durch  die  letzten  Arbeiten -
  des  Lavoisier  und  Pearson  gut  bekannt.  —  erscheint  in  der  Natur  unter  einer  vierfachen  Gestalt
rein,  in  unterirdischen  Höhlen,  —  mit  der  Luft  im  Verhältniss  zu  o,01  bis  o,02  vermischt,
aufgelöst  in  den  Sauerbrunnen,  —  gebunden  in  den  Kalksteinen,  —  wird  künstlich  durch  die  Säuren
erhalten,  —  als  Gas  ist  es  zwey  Mahl  schwerer  als  die  Luft,  erstickend,  löscht  die  brennenden  Körper
aus,  färbt  die  Lakmustinctur  roib,  trübt  das  Kalkwasser,  hat  einen  säuerlichen  scharfen  Geschmack  und
Geruch,  —  vermischt  sich  mit  der  Luft,  —  löset  sich  im  Wasser,  vorzüglich  durch  den  Druck,  auf,  kann -
  daher  zur  Bereitung  und  Nachabmung  der  natürlichen  Sauerbrunnen  durch  die  Kunst  dienen;
ist  durch  den  Phosphor  blofs  in  den  kohlenfauren  Salzen  zersetzbar,  enthält  beyläufig  einen  Theil  Kohlenstoff ¬
  und  vier  Theile  Sauersioff,  —  erzeuget  fich  auf  der  Stelle  bey  Verbrennung  der  Kohle,  wenn  lebende ¬
  oder  todte  Pflanzen  der  Luft  und  dem  Schatten  ausgesetzt  werden,  bey  der  Gährung,  beym  Athem
hoblen,  —  mit  der  Luft  eingeathmet,  schwächt  sie  die  Thiere,  zerstört  die  Bewegungen  ihrer  Muskela,
ist  kühlend  und  widersteht  der  Fäulniss  in  den  ersten  Wegen,
2°.  Die  Phosphorsäure.  Kömmt  in  der  Natur  mit  Erden  und.  Metallkalken  vereinigt  vor,  —
wird  vorzüglich  aus  einer  vollständigen  Verbrennung  des  Phosphors  erhalten,  —
kann  trocken,  fest,
kristallinisch  feyn,  —  zieht  schnell  die  Feuchtigkeit  der  Luft  an  sich,  —  wird  gewöhnlich  zu  einer  dicken,
zähen,  sehr  schweren  Flüssigkeit,  von  einem  scharfen,  nicht  kaustischen  Geschmacke,
feuerbeständig
und  schmilzt  zu  Glas,  wird  in  der  Wärme  durch  den  Wasser  -  und  Kohlensioff  zersetzet,  gibt  vorzüglich
durch  diefen  letzten  den  Phosphor,  enthält  6,39  Phosphor,  und  0,61  Sauerstoff,
verbindet  sich
unter  jedem  Verhältnisse  mit  Wasser;  —  als  Säure  viel  stärker  als  die  Kohlensäure,
fängt  an,  als
Heilmittel,  vorzüglich  als  ein  äufserliches  schmelzendes  Mittel  angewendet  zu  werden,
3°.  Die  onvollkommene  Phosphorfäure.  Wird  durch  die  laoglame  Verbrennung,
oder  das  blosse  Leuchten  des  Phosphors  in  der  Luft  erhalten,  —  unterscheidet  sich  von  der  Phosphorfäure ¬
  durch  einen  fiinkenden  Geruch,  widrigen  Geschmack,  und  durch  die  Eigenschaft,  einen  weissen
dicken  Rauch  und  eine  lebhafte  Flamme,  wenn  sie  etwas  stark  erwärmet  wird,  von  sich  zu  geben,
bildet  übrigens  Zusammensetzungen,  die  von  jenen  der  Phosphorfaare  ganz  verschieden  sind,
—  wurde
lange  Zeit  mit  dieser  hier  verwechselt,
4°.  Die  Schwefelläure.  Eine  der  färksten  bekannten  Säuren,
fonsi  Vitriolläure  genannt,
weil  man  sie  aus  den  Vitriolarten  abgeschieden  hat,  —  wird  heut  zu  Tage  durch  eine  vollkommene  Verbrennung ¬
  des  Schwefels  erhalten,  —  besieht  aus  o,7  1  Schwefel,  und  o,29  Sauerstoff,  —  unter  der  Gestalt  einer
dicken,  etwas  zähen  Flüsligkeit,  die  fast  zwey  Mahl  schwerer  als  das  Wasser  ist,  —  sehr  kaustisch,  —  schwärzt
und  verkohlt  alle  organischen  Körper,  —  unveränderlich  durch  das  Licht,
—  flüssig  bey  einer  höheren
            
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