Landständische Bank in Bautzen. Verhältnis z. Sparkasse. 357
An die mit der Bank verbundene Sparkasse, welche 1850
begründet wurde, schuldete die Bank
Rückzahlung:
Thlr.
Ngr.
Pf.
Thlr.
Ngr.
Pf.
ult. Dezbr. 1850: 193 070
21
—
34 495
1851: 339 505
6
6
—
140 608
21
1852: 587 817
139726
27
1853: 779 141
29
9
226722 24
1854: 865 489
25 8
320 039 3
1855: 988 919
22
3
260 603
8
Die Zuflüsse zur Sparkasse konnten bei einem Zinsfuß von
3½ % auf die Dauer nicht erheblich sein. Eine Alimentierung
des Hypothekengeschäfts war von dieser Seite daher im geringen
Maße zu erwarten. Es konnten im Gegenteil bei dem steigenden
Zinsfuß und den kurzen Kündigungsfristen von 4 Wochen und
3 Monaten Verlegenheiten für die Bank durch die Notwendigkeit
erheblicher Rückzahlungen eintreten. Um dem vorzubeugen, kündigte ¬
die Bank das gesamte Kapital zur Umschreibung und bot
gegen Eingehung einjähriger Kündigung 4%, bei halbjährlicher
3½ %, eine Operation, welche vollkommen gelang.
Die Sparbankschuld bestand ult. September 1856 in
Thlr. Ngr. Pf.
914655 29 — zu 4 % Verzinsung gegen ljährige Kündigung
268 353 — 7 = 32/%
½jähr.
106321 12 4 = 3½%
2
¼jähr.
71399 8 3 = 3½%
= 4wöchentl.
9 107 24 8 = 3½%
tägliche
1 369 837 15 2.
Olt. Dezember 1855 betrug die Schuld der Bank an die Sparkasse ¬
832368 Thlr. 4 Ngr. 9 Pf. zu 3½%, 154372 Thlr.
2 Ngr. zu 33/3 prozentiger Verzinsung. Sie hatte sonach für
645539 Thlr. 19 Ngr. 4 Pf. um 3 %, mithin ungefähr mit
4305 Thlr. und 113980 Thlr. 28 Ngr. um ½ %, mithin
mit ungefähr 380 Thlr., oder die ganze Schuld mit ungefähr
4685 Thlr. höher zu verzinsen. Es hätte daher eine Erhöhung