fullscreen : Girtanner, Christoph: Anfangsgründe der antiphlogistischen Chemie

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lichen,  Waare,  Mangel,  so  oft  es  sich  mit  Spanien  im  Kriege
befindet.  Von  dieser  Abhängigkeit  suchte  sich,  schon  seit
langer  Zeit,  England  zu  befreien.  Eine  Menge  von  Versuchen ¬
  wurden  angestellt,  um,  auf  eine  wohlfeile  Weise,  die
Soda  aus  der  kochsalzgesäurten  Soda  (dem  Kochsalze)  abzusondern. ¬
  Beinahe  alle  diese  Versuche  blieben  aber  ohne
Erfolg.  Auch  in  Deutschland  machten  einige  berühmte
Chemiker  Versuche  dieser  Art,  ungeachtet  hier  das  Bedürfniß ¬
  weniger  dringend  war.  Wer  kennt  nicht  die  lehrreiche
Abhandlung  eines  Westrumb  über  diesen  Gegenstand?
Frankreich  bezog  bisher  jährlich  für  die  Summe  von  zwanzig ¬
  Millionen  Livres  Soda  aus  Spanien.  Bei  der  engen
Verbindung  beider  Länder,  seit  dem  Familien=Vertrage,
schien  es  unmöglich,  daß  die  Zufuhr  dieses  Handelsartikels
jemals  sollte  fehlen  können.  Allein  die  Revolution  erzeugte
einen  Krieg  zwischen  beiden  Ländern,  und  die  Zufuhr  blieb
aus.  Die  Verlegenheit,  in  welche  Frankreich  dadurch  gerieth, ¬
  war  über  allen  Ausdruck  groß.  Es  fehlte  dem  ganzen ¬
  ungeheuern  Reiche  an  Seife,  einem  unentbehrlichen
Bedürfnisse.  Je  dringender  das  Bedürfniß  war,  um  so  mehr
wurde  die  Betriebsamkeit  rege,  und  die  feinsten  Kunstgriffe
der  Chemie  wurden  angewandt,  um  demselben  abzuhelfen.
Folgende  Mittel  schlug  man  vor,  um  aus  dem  Kochsalze
Soda  zu  bereiten:
1.  Zerlegung  der  kochsalzgesäurten  Soda
durch  die  Schwefelsäure,  und  nachher  durch
Kreide  und  Kohle.
Man  erhält  eine  schwefelgesäurte  Soda.  Diese  wird
zerlegt,  durch  gewaschene  Kreide  und  Kohle.  Fängt  man,
in  Zimmern,  die  mit  Blei  getäfert  sind,  die  entweichende
Kochsalzsäure  auf;  so  kann  man  sich  derselben  bei  den  Bleichen, ¬
  oder  zur  Verfertigung  des  Salmiakes,  bedienen.  Man
erhält,  durch  diesen  Prozeß,  eine  kohlengesäurte  Soda.
Bevor  sie  gebraucht  wird,  muß  sie  noch  einige  Zeit  an  der
Luft  verwittern,  und  sich  mit  kohlengesäurtem  Gas  sättigen.
Dieser  Prozeß  war,  schon  vor  der  Revolution,  mit  dem
            
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