Beschreibung von Venedig.
III. Theil.
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griffen und niedergeworfen, blieb ihnen nichts übrig als
das Feld zu räumen, und ihre aufgepflanzten Fahnen im
Stiche zu lassen. Am folgenden Tage machten sie nicht
die mindeste Bewegung. In der Nacht entstund ein heftiger -
Sturm mit Donner, Blitzen und einem starken Platzregen, -
der ihr Lager überschwemmte, ihre Zelte zerriss,
und das ganze Heer in einen vertheidigungslosen Zustand
versetzte. In möglichster Eile, und mit Zurücklassung
ihrer ganzen Artillerie, Bagage, Mund- und Kriegsvorrath -
verliessen sie nun die Insel, schiften sich ein, und segelten -
davon, nachdem sie 42 Tage vor Corfu gelegen -
hatten. Der Marschall von Schulemburg, dem die
Republik die Erhaltung dieser so wichtigen Festung grösstentheils, -
ja faſt allein zu danken hatte, ward mit einem
reich besetzten Degen und einer jährlichen Pension von
5000 Dukaten belohnt, und seine Bildsäule zu Pferd
mit einer ehrenvollen Inschrift *) in der alten Festung aufgestellet. -
Auch sein Brustbild fand einen Plate im Arsenal -
zu Venedig.
Die Stadt Corfu liegt in der mittleren Vogtei,
(Balia di Mezzo) welche gleichfam den Mittelpunkt der
Insel einnimmt, 60 ital. Meilen im Umfange hat, und in
30 Kastellen und Dörfern mit Inbegriff der Hauptstadt
gegen 30000 Menschen fasst.
() Mathiae. Johanni. Comiti
A, Schulemburgio. Summo Terrestrium
Copiarum. Praofocto
Christignae. Raipubliçae
In.- Corcyrae. Obsidione
Fortissimo. Assertori
Adhuc viventi, Senatus
Anno. MDCC XVI.