Fähigkeiten des Subjekts.
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abweichendsten Gebräuche, Einrichtungen und Meinungen herrschen, vereinigt sich
hier eine lebendige Masse von Kenntnissen und Erfahrungen, zuweilen auch von
Vorurtheilen und Meinungen, die anfangs eine ungemeine Gährung in allen Köpfen
erregt, aus welcher aber bei gehöriger Leitung derselben bald ein klarer, reiner und
allgemeiner Geist hervorgeht, der sich allen mittheilt und allen dasselbe Ideal der möglichsten ¬
Vollkommenheit darstellt, nur daß jeder durch eigne Ideenverbindung solches
nach seiner Individualität und Lokalität anders modifizirt und zu erreichen strebt.
Ein solches Zusammentreten übertrifft bei weitem den Nutzen des Reisens selbst.
Ist eine Anstalt zu diesem Rufe gelangt, so wird sie nicht bloß Lehrlinge herbeiziehn, =
sondern auch Meister, denen sie Unterholtung und Vortheil genug gewähren ¬
muß, um sie auf längere Zeit an sich zu halten. Dies thut vorzüglich große
Wirkung auf die noch minder festen, befestigt sie in ihrem Glauben, verstärkt ihr Bestreben, ¬
und wirft ein reizenderes Licht auf das Ideal, welches die Lehre ihnen
hier aufgestellt hat.
Wären Anstalten dieser Art einnal dahin gelaagt, so wirde sich, von ihnen
aus, die Wissenschaft auf die sicherste Weise über die civilsirte Welt verbreiten; die
Praxis durch solche bald eine bessere Richtung und mehrere Sicherheit bekommen;
veraltete, den Ackerbau durchaus niederdrückende Einrichtungen, durch bessere Einsicht =
der Regierenden aufgehoben, und so Reichthum über die Fluren und Wohlstand
über die Völker ergossen werden. Hier gebildete und von Liebe für vollkommnere
Landwirthschaft begeisterte Männer würden als Apostel derselben in die Welt ausgehen, ¬
und den Glauben durch Lehre und Thaten, durch Weissagung und Wunder
verbreiten.
Ueber die Lehre und das Studium der Landwirthschaft vergl. Annalen des
Ackerbaues, I. Bd. 227 S.
Das Kapital.
N. K.
Nächst der Fähigkeit des die Landwirthschaft betreibenden Subjekts ist das
Kapital die wesentlichste Bedingung des Betriebes; denn der Vortheil und Erfolg
steht bei gleichen Talenten des Betreibenden immer in Verhältniß mit dem dazu ange¬