Volltext : Scheurl, Christoph Gottlieb Adolf von: Lehrbuch der Institutionen

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7.  Prout  quidque  contractum  est,  ita  et  solvi  debet,  ut,  quum  re
contraxerimus,  re  solvi  debeat,  veluti  quum  mutuum  dedimus.
ut  retro  pecuniae  tantumdem  solvi  debeat;  et  quum  verbis  aliquid ¬
  contraximus,  vel  re  vel  verbis  obligatio  solvi  debeat:  verbis, ¬
  veluti  quum  acceptum  promissori  fit,  re,  veluti  quum  solvit, ¬
  quod  promisit.  Aeque  quum  emtio,  vel  venditio,  vel  locatio ¬
  contracta  est,  quoniam  consensu  nudo  contrahi  potest,  etiam
dissensu  contrario  dissolvi  potest.  L.  80  D.  de  solut.
2.  Einzelne  Aufhebungsarten  (außer  der  solutio).
a.  Acceptilation  und  verwandte*).
§.  128.
Gaj.  III  §§.  169—175.  —  §§.  1.  2.  4  J.  h.  t.  (3,  29).
Acceptilatio  ist  der  Erlaß  einer  Schuld  in  Form  eines
auf  vorgängige  Frage  des  Schuldners  mündlich  abgelegten
Empfangsbekenntnisses  (Quod  ego  tibi  promisi,  habesne  acceptum? -
  —  Habeo),  wobei  also  die  nicht  wirklich  erfolgte
Erfüllung  der  Obligation  als  erfolgt  dargestellt  wird  (1.  2).
Es  kann  in  dieser  Form  nur  eine  verborum  obligatio,  mithin -
  eine  nicht  verbis  contrahirte  nur  nach  vorgängiger  Umwandlung ¬
  in  eine  verborum  obligatio,  aufgehoben  werden.
Stipulatio  Aquiliana.  —  Auch  durch  dictio  dotis  (§.  117)
kann  eine  (Verbal-)  Obligation  ipso  jure  aufgehoben  werden
(3).  Eine  literarum  obligatio  konnte  ohne  Zweifel  auch
durch  Eintrag  des  geschuldeten  Geldquantum  als  acceptum
(acceptilatio  in  diesem  Sinn)  aufgehoben  werden.
Gleichfalls  eine  imaginaria  solutio  ist  die  nexi  liberatio, ¬
  die  Aufhebung  der  obligatio  aus  einem  nexum  oder  ju*) ¬
  Scheurl,  Beiträge  Bd.  2  N.  XIV.
            
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