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Bundesrath die Betonung nur auf das Wörtchen „ihrer“ zu
verlegen, so ist die Fabrik in der harmlosesten Schlosser- oder andern ¬
Boutik fix und fertig; wenige Arbeiter werden in der Lage
sein, die Wohnung als die ihrige bezeichnen zu können. Ein
Vierter will mit dem Artikel 5 lit. b und Artikel 8 die Errungenschaften ¬
eines Jahrhunderts „die Gleichheit aller Staatsbürger ¬
vor dem Gesetze“ über den Haufen werfen. Mit der
französischen Revolution mußte die Herrschaft des Stärkern über
den Schwächern gewaltsam zu Boden geschmettert werden, heute
will man umgekehrt in der Schweiz die Herrschaft des Schwächern
irküber ¬
den Stattern mit Gewalt wieder zum Gesetz erheben. Darin ¬
besteht unser vielgerühmte Fortschritt, die Vertauschung der
tyrannischen Rolle.
Endlich will ein Anderer mit dem Artikel 11, auf Kosten der
mit Armensteuer belasteten Gemeinden, sowie auf Kosten des Geldbeutels ¬
jedes Einzelnen die leere Bundeskasse wieder voll stopfen.
Wenn die Industriellen das Land verlassen, dann wird man bei
Erhebung der Steuern auf die Bauern und Städtebewohner greifen ¬
müssen.
Da es ferner wenige Industrien oder Gewerbe giebt, welche
nicht mehr oder weniger gesundheitschädlich wären, so steht
es dem hohen Bundesrathe — nach Artikel 11, dritter Absatz ¬
— frei, die Arbeit nach Bedürfniß (welches in der Nähe
der Bundeskasse sehr groß ist) bis auf Null zu reduziren; es
ist thatsächliche Wahrheit! Die meisten schweizerischen
Industrien können mit Artikel 11, dritter Absatz, buchstäblich unmöglich ¬
gemacht werden; aber dies entspricht durchaus den „vorhandenen ¬
Bedürfnissen", denn die schweizerischen industrie llen
Produkte, welche in der Schweiz verbraucht werden, zahlen
keinen Zoll, und spazieren stolz vor den leeren Staatskassen ¬
vorbei; wenn die Schweiz nicht mehr spinnen, weben und
überhaupt nicht mehr fabriziren darf, so kann das Ausland unsere
nothwendigsten Kleiderstoffe auf eine enorme Preishöhe treiben und
so würde das gutmüthige Volk, ohne daß man zu den verhaßten
Staatssteuern Zuflucht nehmen müßte, indirekt besteuert; dies würde
jedoch den „Bedürfnissen" entsprechen, denn alle ausländischen
Produkte, wie Kleiderstoffe rc. müssen bei ihrem Eingange Zölle
zahlen und das giebt Geld in die leeren Bundeskassen.
Da die Gesetzgeber sich nicht offen und deutlich über unsere un¬