Inhaltsverzeichnis : Morstadt, Carl Eduard: Materialkritik von Martin's Civilproceß-Lehrbuch, zugleich auf eine Mitcommentation von dessen Gegenstand berechnet

VI
Vorrede.
diesen  Defect  vermeiden  zu  wollen,  wuͤrde  den  Himmel
erst,  für  sich  selber  und  seine  Leser,  um  eine  herkulische
Ausdauer  und  Resignationskraft  anstehen  müssen:  zwei
Tugenden,  die,  in  einer  Zeitepoche,  wo  es  sich  noch  um
wichtigere  Interessen  handelt,  als  die  gemeindeutsche
Civilprocedur,  und  wo  die  Anwendung  der  Arbeitentheilungs-Maxime ¬
  auf  das  Studium  der  Moralwissenschaften, ¬
  verderblicher  als  jemals  wirken  muß,  fuͤrwahr
ein  höheres  Ziel,  sowie  einen  schöneren  Preis,  verdienen. ¬

Was  die  Tendenz  dieses  Buches  betrifft;  so  ist
sie  eine  dreifache.  Erstens  wollte  ich  den  Studiosen  unserer ¬
  bisherigen  Civilproceß=Theorie,  einen  Beitrag  zur
Erklarung  von  den  Normen  überreichen,  welche  deren
Objeet  ausmachen:  und  zwar  einen  solchen  Beitrag,
der  ihnen  eine  Andeutung  der  Einwirkungsweise  dieser
Normen,  auf  den  menschlichen  Verkehr,  mithin  einen
Pfeiler  für  die  unentbehrliche  Brücke  von  der  Theorie
zur  Praxis,  abgeben  könnte.  Zweitens  strebte  ich  mitunter, ¬
  eben  jene  Civilproceß-Theorie,  in  einigen  wesentlichen ¬
  Punkten,  zu  einem  höheren  Grade  von  Richtigkeit ¬
  zu  erheben,  als  worauf  sie  mir  bis  jetzt  zu  stehen
schien:  ein  Versuch,  worüber  ich  einer  gründlichen  Discussion, ¬
  mit  Verlangen,  entgegensehe.  Drittens,  und
            
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