VI
Vorrede.
diesen Defect vermeiden zu wollen, wuͤrde den Himmel
erst, für sich selber und seine Leser, um eine herkulische
Ausdauer und Resignationskraft anstehen müssen: zwei
Tugenden, die, in einer Zeitepoche, wo es sich noch um
wichtigere Interessen handelt, als die gemeindeutsche
Civilprocedur, und wo die Anwendung der Arbeitentheilungs-Maxime ¬
auf das Studium der Moralwissenschaften, ¬
verderblicher als jemals wirken muß, fuͤrwahr
ein höheres Ziel, sowie einen schöneren Preis, verdienen. ¬
Was die Tendenz dieses Buches betrifft; so ist
sie eine dreifache. Erstens wollte ich den Studiosen unserer ¬
bisherigen Civilproceß=Theorie, einen Beitrag zur
Erklarung von den Normen überreichen, welche deren
Objeet ausmachen: und zwar einen solchen Beitrag,
der ihnen eine Andeutung der Einwirkungsweise dieser
Normen, auf den menschlichen Verkehr, mithin einen
Pfeiler für die unentbehrliche Brücke von der Theorie
zur Praxis, abgeben könnte. Zweitens strebte ich mitunter, ¬
eben jene Civilproceß-Theorie, in einigen wesentlichen ¬
Punkten, zu einem höheren Grade von Richtigkeit ¬
zu erheben, als worauf sie mir bis jetzt zu stehen
schien: ein Versuch, worüber ich einer gründlichen Discussion, ¬
mit Verlangen, entgegensehe. Drittens, und