Metadaten : Ziegler, Johann Friedrich: Ueber Gewerbefreiheit und deren Folgen

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auf  die  größere  Wohlfeilheit  derselben  wirken  kann.
So  wenig  ich  diesem  maschienenmäßigen  Leben  und
Wirken,  welches  die  Thatkraft  des  Menschen  zu  sehr
beschränkt,  das  Wort  reden  mag,  so  sehr  beweiset  es
doch  den  aufgestellten  Satz:  daß  die  Teilung  der  Arbeiten =
  die  Vollkommenheit  derselben  und  vermöge  der,
durch  alhaltende  Uebung  immer  höher  steigenden  Fertigkeit, ¬
  auch  die  schnellere  Vollendung  derselben  befördern. ¬
  Dies  lehrt  aber  auch  bei  minderer  Zersplitterung =
  der  Arbeiten,  eine  bisher  gewöhnliche  Abgrenzung ¬
  derselben.  Niemand  wird  es  z.  B.,  nach  erwähnten, =
  ganz  natürlichen  Gründen,  in  Zweifel  ziehen  können, ¬
  daß  von  dreien,  gleich  geschickten  Meistern,  deren ¬
  einer  bloße  Mannskleider,  der  andere  bloße  Frauenskleider ¬
  der  dritte  aber  beide  zugleich  verfertiget,
die  beiden  erstern,  bei  gleichem  Fleiße  und  gleicher
Aemsigkeit,  wegen  der,  durch  ununterbrochene  Uebung
und  dadurch  erlangte  Fertigkeit  in  einem  und  demselben ¬
  Geschäfte,  es  dem  letztern  an  Vollkommenheit  zuvorthun =
  werden,  wenn  man  auch  nicht  darauf  Rücksicht
nehmen  wollte,  daß  die  Verschiedenheit  des  zu  verarbeitenden ¬
  Materials  schon  der  ganz  gleichen  Vollkommenheit =
  entgegen  wirke.  Aber  nicht  blos  an  Vollkommenheit =
  sondern  auch  an  Geschwindigkeit  werden  die
erstern  dem  letztern  voranstehen;  und  daraus  folgt
wieder,  daß  der,  welcher  kürzere  Zeit  zur  Vollendung
einer  Arbeit  gebraucht  und  sie  doch  vollkomner  liefert
sie  auch,  ungeachtet  ihrer  größern  Vollkommenheit,
für  wohlfeilere  Preise  verkaufen  kann,  und  sie  auch
            
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