nach James Kent.
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Verfolgungsrecht. Hat jedoch der Verkäufer seinem Käufer
solche auf die Waare lautende Dokumente zugestellt, durch
deren Hingabe man den Uebergang des Eigenthums zu be-
wirken vermag, und verkauft der Käufer die Waare auf Grund
dieser Documente einem bona fide Erwerber, so wird hiedurch
das Verfclgungsrecht des Verkäufers aufgehobeu.
Connossemente werden gewöhnlich als transportable (an
Ordre lautende) Documente ausgestellt; in Folge dessen ist
die wichtige Frage erhoben und in den englischen Gerichts-
höfen mit großer Sorgfalt discutirt worden, ob Connosse-
mente — im Wesentlichen wie Wechsel — von Denjenigen,
auf welche sie lauten, auf Andere mit voller Wirksam-
keit für die Erwerber übertragen werden können. In dem
Falle Lickbarrow c. Mason (vom Jahre 1763) entschied
das Oberhofgericht (King’s Bench), daß das bona fide
Indossament eines Connossements, für welches der Erwerber,
ohne Etwas davon zu wissen, daß die Waare, auf welche es
laute, unbezahlt sei, volle Gegenleistung gemacht hatte, einen
definitiven und vollgültigen Uebergang des Eigenthums an
der Waare wlbst aus den Erwerber bewirke, und also diesen
gegen das Verfolgungsrecht, welches der erste Verkäufer wegen
der Insolvenz seines Contrahenten im Uebrigen hätte ausüben
können, völlig sicher stelle. Es giebt vielleicht keinen Punkt
des Handelsrechts, in Betreff dessen von den englischen Rechts-
gelehrten mehr Scharfsinn entwickelt worden ist, als vom hier
berührten gilt. Das Erkenntniß des Oberhofgerichts wurde im
Schatzkammergericht (Court of Exchequer) umgestoßen.
Lord Loughborough gab in diesem in meisterhafter Weise eine
Uebersicht über die gesammte Materie und verwarf das Princip
der Negotiabilität der Connossemente gänzlich. Der Fall kam
nunmehr vor das Oberhaus, wo der Oberrichter Buller
mit großer Geschicklichkeit die von dem Oberhofgericht abge-
gegeben'e Entscheidung vertheidigte. Das Erkenntniß des
Schatzkammergerichts wurde in Folge dessen außer Wirksamkeit
gesetzt und die Sache zur nochmaligen Prüfung und Entschei-
dung an das Oberhofgericht zurückverwiesen. Hier erklärten