Metadaten : Fontenelle, Bernard Le Bovier: Bernhard von Fontenelle Dialogen über die Mehrheit der Welten

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von  den  Weltsystemen  zu  erschoͤpfen,  daß  es
noch
gegen  uns;  hat  er  aber  in  r  oder  u  seinen  Stand,  das
ist,  erscheint  er  entweder  des  Morgens  oder  des  Abends
um  6  Uhr  in  Süden,  so  kommt  auch  ein  Theil  seiner
dunkeln  Halbkugel  bey  uns  zum  Vorschein.  Beym
Jupiter  und  Saturn  ist  wegen  ihrer  grossen  Entfernung =
  von  der  Erde  nichts  von  dergleichen  verschiednen
Lichtgestalten  zu  bemerken.
4.  Um  die  unserer  Erde  zu  ihrer  grössern  Bewohnbarkeit ¬
  gereichende  Abwechslung  der  Jahrszeiten  zu  erklären, ¬
  musten  die  Alten,  wider  alle  Wahrscheinlichkeit
annehmen,  die  Sonne  stiege  in  Schraubengängen  von
Süden  nach  Norden  am  Himmel  auf  und  ab;  nach
der  Lehre  des  Kopernikus  hingegen  läst  sich  diese  wolthätige ¬
  Veranstaltung  des  Schöpfers  zufolge  der
achten  Figur,  bey  einigem  Nachdenken  leicht  einsehn.
Die  Erde  läuft  in  ihrer  Bahn,  wie  die  Pfeile  zeigen,
um  die  Sonne  s.  (Das  Auge  beobachtet  in  der  Figur
die  Bahn  der  Erde  in  einer  schrägen  Richtung,  und
daher  zeigt  sie  sich  länglicht.)  Die  Axens,  um  welche
sich  die  Erdkugel  umwälzt,  steht  nicht  senkrecht  auf
der  Kreisfläche  ihrer  Bahn,  sondern  macht  mit  derselben ¬
  einen  beständigen  Winkel  von  66  Grad;  der  Punkt
n  derselben  bleibt  durchs  ganze  Jahr  gegen  Norden,  so
wie  s  gegen  Silden  gerichtet;  a  e  ist  der  Kreis  des
Aequators,  der  mitten  um  die  Erde  geht;  mi  der  Krebsundor ¬
  der  Steinbokswendezirkel,  beyde  liegen  23  ½/2  Grad
nord=  und  südwärts  vom  Aequator;  ik  ist  der  nordliche ¬
  und  en  der  füdliche  Polarzirkel,  die  23    Grad  von
den  Polen  liegen.  Steht  nun  die  Erde  am  21  Dec.  im
69,  so  sehn  wir  die  Sonne  im  Z  und  ihre  Stralen
            
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