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welches sich die Frau aus der Wolle des Mannes
gemacht hat, dem Manne gehoͤrt, hat nur dann
Statt, wenn die Frau dem Manne entweder gar
nichts zugebracht, oder bereits ihre Kleidungsstuͤcke
ganz und in gutem Stande erhalten hat.
3. Was aber der Mann nebstdem der Frau zu ihrem
Schmucke und ihrer Bekleidung gibt, das lehnet
er ihr vielmehr, und bleibt daher davon der Eigenthumer ¬
b). Gothofred sagt deßhalb, daß
die Frau das Geschmeide und die Kleidungsstücke
den Erben des Mannes restituiren muͤsse c). In
Ruͤcksicht der uͤberlebenden Frau hat das L. R. (§.
93 u. 95.) das Gegentheil eingefuͤhrt, wenn aber
die Frau vor dem Manne verstorben ist, so tritt
in Ruͤcksicht der Anverwandten aus den bereits oben
(§. 95.) gemeldten Gruͤnden das G. R., und
hiermit auch der allgemeine und durchgaͤngig angenommene ¬
Schluß der Rechtsgelehrten ein, daß bey
Kleidungen von großem Werthe und Pretiosen,
welche der Mann der Frau waͤhrend der Ehe ge
geben hat, z. B. bey kostbaren Ringen und Ohrengehen ¬
¬
..
a) L. 5. §. 10. D. Commodati (XIII. 6.) Interdum
plane dolum solum in commodato, qui rogavit, praestabit, ¬
utpote siquis ita convenit; vel si sua tantum
cansa commodavit fponsae forte suae vel uxori, -
quo honestius culta a se deduceretur.
b) Leyfer Medit. ad D. Sp. CCCI. Vol. V. p. 159 et sq.
c) Gothofredus in not. ad hanc Legem : Jocalia et
vestes heredibus mariti uxorem restituere eogi hinc
colligitur.