Metadaten : Meibom, Victor von: ¬Das deutsche Pfandrecht

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Die  Satzung.
und  demnächst  an  den  Pfandempfänger  oder  im  Falle  der  EinDer ¬
  Verpfänder
lösung  an  den  Verpfänder  herausgeben  soll  313)
muß  sich  sodann  aller  Handlungen  enthalten,  welche  die  Rechte
des  Pfandempfängers  am  Pfande  schmälern;  er  darf  namentlich
das  bewegliche  Pfand  nicht  ohne  Zustimmung  des  Letztern  wieder
in  Besitz  nehmen,  noch  das  Gebrauchs-  und  Nutzungsrecht  desselben
am  Immobiliarpfand  beeinträchtigen.  Er  hat  ferner  dem  Pfandempfänger ¬
  für  die  ihm  eingeräumten  Rechte  Gewähr  zu  leisten  314)
diese  in  den  Urkunden313)  oft  ausdrücklich  hervorgehobene  Verbindlichkeit ¬
  versteht  sich  ohnehin  von  selbst.  Tritt  der  Fall  ein,
daß  der  Verpfänder  in  Folge  der  Gewährpflicht  Ersatz  leisten
muß,  so  hat  er  die  Pfandsumme  zurückzuzahlen  316).  Die  Gewähr313) ¬
  Z.  B.  Urk.  1325.  (Wenck  Hess.  Gesch.  II.  Nr.  299).  Der  Herzog
Otto  von  Braunschweig  übergiebt  seine  dem  Erzbischoff  von  Mainz  verpfändete
Hälfte  der  Veste  Sch.  dem  Ritter  O.:  tibi  sub  nostris  expensis  custodiendam
committimus  sub  hac  forma  ..  quod  ...  pred.  partem  castri  pred.  ipsi
dom,  archiepiscopo  ..  per  juramentum  vestrum  assignare  teneamini
titulo  pignoris  obtinendam,  donec  hujusmodi  500  marcae  cum  expensis
racionabilibus,  quas  pro  conservatione  dictae  partis  tempore  impigneracionis ¬
  faciat  dom.  archiepiscopus,  integraliter  persolvantur.  S.  auch
Kraut  Grdr.  §.  123.  nr.  34.  und  oben  Note  168.
314)  Ssp.  III  83.  §.  2:  svie  en  gut  liet  oder  let  (Dsp.  352.  leihet
oder  geit)  enem  andern,  die  sal  is  im  geweren  jar  unde  dach.  Verm.
Ssp.  I.  46,  1:  waz  eyner  vorkouft  adder  vorseczt  von  varendem  gute,
von  erbegute  adder  von  lengute,  wert  daz  angefanget  adder  angesprochen,
wer  daz  had  vorkouft  adder  vorsaczt  adder  had  daz  gelobet  czu  entweren, -
  der  sol  das  von  rechte  thun  und  verantworten.
315)  Urk.  1350.  (Wenck  Hess.  Gesch.  II.  Nr.  364)  promittimus  fide
data  ..  plenam  ac  perfectam  prestare  ac  facere  warandiam.  Urk.  1374
(Lünig  Cod.  Germ.  dipl.  II.  275)  und  durch  beszer  sicherheit  willen
haben  wir  den  vorgen.  unsern  lieben  bruder  ...  zu  samt  uns  in  rechten
scherm  gesaczt  ...  als  widerlegung  und  satzes  recht  ist  und  des  landes
recht  in  Oesterreich.  Urk.  1407.  (Wippermann  Obernkirchen.  Urk.  B.
No.  381)  unde  wille  on  der  sate  rechte  warscop  don,  wan  or  des
behoff  eder  not  is  unde  se  dat  van  my  eschen.  Urk.  1415.  (oben  Note  33)
ich  lob  in  auch  ..  die  vorgen  gueter  ..  zu  schermen  vor  aller  ansprach
und  auszurichten,  wo  in  des  not  geschicht,  als  satzs  und  aigner  gueter
recht  ist  in  dem  lannt  ze  Steir.
316)  Verm.  Ssp.  I.  46,  12:  daz  he  dorumbe  genommen  had,  daz
musz  her  wedder  geben.
            
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