Schenkung von Todeswegen. § 675.
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derjenige, an welchen die Erbschaft fällt, ohne Weiteres die Erbschaftsrechte ¬
und Erbschaftsverpflichtungen, während der Erbunwürdige ¬
nur den Namen des Erben behält". Verfügungen,
welche der Erbunwürdige über die Erbschaft trifft, sind von Anfang ¬
an nichtig?. Verluste, welche er durch den Erbschaftsantritt
erlitten hat, werden ihm nur dann ersetzt, wenn ihm ausnahmsweise ¬
keine Arglist zur Last fällts. Für die Früchte haftet er
nach den Regeln des bösgläubigen, in dem bezeichneten Ausnahmefall ¬
des gutgläubigen Besitzers- Der Erwerber der Erbschaft ¬
trägt, wie die übrigen Erbschaftsverpflichtungen, auch die
Vermächtnisse“. Durch den Tod des Erbunwürdigen werden die
Folgen der Erbunwürdigkeit nicht ausgeschlossen“; ebensowenig
dadurch, daß er ausschlägt?.
II. Die Schenkung von Todeswegen?
§ 675.
Die Lehre von der Schenkung von Todeswegen bildet einen
Anhang zu der Lehre von den Vermächtnissen. Mit dem Verfällen ¬
aufzuzählen, nämlich: l. 5 § 2 D. h. t., l. 28 § 1 l. 32—36 D. de
excus. 27. 1, l. 25 i. f. C. de leg. 6. 37; l. 1 § 3 D. ubi pup. 27. 2; l. 12
§ 4 D. de rel. 11. 7. S. dagegen § 669 Note 2, und vgl. noch § 636.
1L.9 § 21. 18 § 1 D. h. t., l. 8. 9 C. h. t., l. 29 § 2 D. de don. § 674.
39. 5, l. 29 § 1 l. 43 D. de I. F. 49. 14, Nov. 1 c. 1 § 4; l. 43 § 3 D.
de vulg. 28. 6.
2 L. 47 § 5 D. de adm. et per. 26. 7.
L. 8 l. 17 l. 18 § 1 D. h. t., l. 29 § 1 D. de I. F. 49. 14, l. 21
§ 1 D. de SC. Silan. 29. 5.
4 L. 17 l. 18 pr. D. h. t., l. 1 C. h. t., l. 46 D. de H. P. 5. 3.
5 L. 9 D. de SC. Silan. 29. 5, l. 50 § 2 D. de leg. 1°, l. 3 § 4 l. 14
D. de I. F. 49. 14.
6 L. 22 D. de SC. Silan. 29. 5, l. 26 D. de lege Corn. de fals. 48. 10.
? So die herrschende Meinung, Puchta 558. d, Arndts § 520 Anm. 4,
Brinz 1. Aufl. S. 863, Sintenis § 205 Anm. 1, Köppen Erbrecht
S. 323; zweifelnd und eher dawider Keller S. 418. Es ist zuzugeben, daß
die Stellen, welche sich bei den genannten Schriftstellern angeführt finden
(l. 9 § 2 1. 18 § 1 D. h. t., l. 29 § 1 D. de I. F. 49. 14, l. § C. h. t.,
l. un. § 12 C. de cad. toll. 6. 51, Nov. 1 c. 1 § 4), keinen Beweis für den
aufgestellten Satz liefern; aber für denselben spricht die ganze Anlage des
Indignitätsrechts. Der Erbunwürdige soll gestraft werden, und es darf nicht
von seiner Willkür abhängen, ob sich die Verfügung des Gesetzes an ihm voll¬