Ungültigkeit des Vermächtnisses. § 640.
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mächtnisse nicht gefunden werden' Ein unverständlicher Widerruf ¬
kommt so wenig in Betracht, wie eine unverständliche Hinterlassungs; ¬
ein bedingter Widerruf macht das Vermächtniß selbst
zu einem bedingten".
? § 1 I. de codic. 2. 25, l. 5 D. de iure cod. 29. 7. Dieser Satz ist
jedoch streitig. Vgl. Fein Forts. von Glück XLIV S. 168 fg., Mayer § 20
Anm. 9—12 Sintenis III § 208 Anm. 7, Vangerow II § 526 S. 439,
Unger § 61 Note 7, Sonnenschmidt Neue praktische Erörterungen S.
146 fg. Seuff. Arch. IX. 192.
8 Bestritten für den Fall, wo der Widerruf es nicht erkennen läßt, auf
welches von mehreren Vermächtnissen er sich beziehe. In Betreff dieser Frage
besteht nach der überlieferten Lesart ein Widerspruch zwischen l. 3 § 7 D.
h. t. und 1. 10 [11] pr. D. de reb. dub. 34. 5, beides Stellen von Ulpian. Ueber
Vereinigungsversuche s. Göschen Zeitschr. f. gesch. RW. I S. 105 fg., Klüpfel
Arch. f. civ. Pr. II S. 83 fg., Gitzler Themis N. F. I S. 309 fg., Huschke
Zeitschr. f. Civ. u. Pr. N. F. IV S. 288 fg., Arndts RLex. VI S. 299
Note 150, Kohler Grünhut's Zeitschr. VII S. 714 fg., Brinz 2. Ausg. III
S. 436 Note 41. Andere Schriftsteller suchen durch Aenderung der Interpunktion
zu helfen (Fragezeichen hinter „debebitur" oder hinter „datum erit"), Hepp
Arch. f. civ. Pr. IX S. 377 fg., Lang Hermeneutik S. 277, Sintenis III
§ 212 Anm. 16, vgl. auch Pöschmann in Schletter's Jahrb. III S. 251 fg.;
noch andere durch Emendation (in 1. 3 § 7 cit. „neutri legatum debebitur
statt „utrique", oder „delebitur" statt „debebitur", oder in l. 10 11) cit.i.f. „in
ademptione autem utrumque valere“ statt „ademptionem autem in utrumque ¬
valere“, oder „neutrimque“ statt „in utrumque"), Gans Arch. f. civ.
Pr. I S. 457 fg., v. Herrnstorff das. I S. 466 fg. Riedel Zeitschr. f.
Civ. u. Pr. XIII S. 293 fg., Vangerow II § 541 Anm.; Wunderlich in
Sell's Jahrb. I S. 322 fg.; Göschen Zeitschr. f. gesch. RW. I S. 96;
Th. Mommsen in seiner Pandektenausgabe. In sachlicher Beziehung aber
ziehen die Einen l. 3 § 7 cit. vor, welche die Ademtion für ungültig erklärt,
die Anderen l. 10 [111 cit., welche sie auf alle Vermächtnisse wirken läßt. Die
hier, bei Anerkennung des Widerspruchs, gebilligte erste Meinung stützt sich
auf den im Text bezeichneten Satz (§ 633 Note 2, s. auch l. 14 § 1 D.
h. t.). Dieser ersten Meinung sind Göschen a. a. O., Arndts RLex. VI
S. 299 und Lehrb. § 551 Anm. 5, Brinz a. a. O., Unger § 61 Note 8
Th. Mommsen a. a. O. Die entgegengesetzte Meinung wird vertreten von
Gans, v. Herrnstorff, Klüpfel, Wunderlich, Riedel, Lang, Pöschmann, ¬
Sintenis, Vangerow a. a. OO., auch von Roßhirt Verm. 1
S. 436 fg.
9 L. 10 pr. D. h. t. „Si legatum pure datum Titio adimatur sub
condicione et pendente condicione Titius decesserit, quamvis condicio
defecerit, ad heredem Titii legatum non pertinebit: nam legatum cum
sub condicione adimitur, perinde est, ac si sub contraria condicione
datum fuisset“. L. 14 pr. eod., l. 107 i. f. D. de cond. 35. 1, l. 6 pr.