Objekt : ¬Die ehelichen Erbrechte nach Lübischem Rechte (200)

58  Erster  Abschn.  §.  15.  Errungenschaft  der  Frauen.
her  auch  Gedinge  vorgekommen  zu  sein,  wonach  der
Mann  der  Frau  gestattete,  mit  einem  gewissen  Theil  ihrer
Güter  oder  allen  für  ihre  alleinige  Rechnung,  entweder
allein  oder  mit  einem  andern  Handlungsgesellschafter,  als
Kauffrau  ein  besonderes  Geschäft  zu  betreiben.
Nicht  geltend  machen  will  ich  hierfür  eine  Inscription
des  N.  St.  Buchs  v.  1327:
Elburgis,  uxor  Johannis  Prosowen,  mercatrix,  tenetur
Tidemanno  Ossenrey  in  LXI  Marcas  den.  Letare;
eben  so  wenig  die  daselbst  unter  der  Rubrik:  Socieund ¬

tates  v.  I.  1345  vorkommende:
Johannes  Danielis  et  Margarita  Serunen,  patruelis -
  sua,  recognoverunt,  quod  omnia  bona  ipsorum
mobilia  intra  civitatem  Lubicensem  existencia  qualiacunque ¬
  suerint  et  quocunque  nomine  censeantur,  ex
causa  vere  et  recte  societatis  inter  eos  mutuos
habite,  pertinent  ipsis  equali  et  pari  sorte;
noch  auch  die  Stelle  im  Testamente  des  Engelbert  Rode
v.  1389,  worin  er  sagt:
Item  teneor  Talen  Hoyginges,  et  Dayeken
van  der  Specken  VII  fertones  Reginses.  Et  e
converso  tenentur  michi  in  sex  soltinges  Noughardensibus. ¬
  Item  predicta  Tale  Hoyginges  michi
commisit  in  XV  frustis  argenti  in  mercanciis,  et  dimidietas ¬
  lucri,  ab  eis  derivati,  sibi  pertinere  dinoscitur ¬
  et  dimidietas  michi  pro  meo  labore.  Insuper
sciendum,  quod,  missis  disbrigatis,  medietas  omnium
bonorum  meorum  residuorum  appertinent  Johanni  Rolandes, ¬
  avunculo  meo  dilecto,  et  predicte  Talen
Hoyginges,  quia  eorum  societatem  habeo:
die  Kauffrauen  sind:  hebben  se  kopenschop,  zo  mud  de  vrouwe  vnde
de  man  samentlicken  betalen.  A.  L.  R.  Cod.  II.  Art.  96.  Note  9.
            
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