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Buch 1. Abth. II. Kap. 8. Ausserord. Proc.
lienklage 2), das iuterdictum unde vi und das remedium ¬
ex Canone reintegranda 3). Diese drey gemeinrechtlichen ¬
Klagen betrachtet der Civilcoder
als eine, da sie alle dahin gehen, daß spoliatus in integrum ¬
restituirt, dabey aller Schade abgethan, und
wenn die Sache nicht mehr in Natur vorhanden ist, der
Werth derselben vergütet werde"). Sie entsteht mehr aus
einer strafbaren Handlung, als aus Besitzrechten, und
ist daher eine Personal=Klage, welche nur gegen den
Spolianten und seine Theilnehmer, Gehülfen und Begünstiger, ¬
nicht aber gegen dessen Erben statt findet, so
weit nicht auch Verbindlichkeiten aus Verbrechen ausnahmsweise ¬
auf Erben übergehen (§. 88. a.) 5). Sie
ist ein remedium recuperandae possessionis *) und kann
auch als Einrede (exceptio spolii) vorgebracht werden *).
Ist das Spolium kündig (§. 95.) oder leicht zu erweiwas ¬
theils die Ministerialen und das Volk, theils die Könige
als Schutzherrn der Kirche, und auch die päbstliche Kammer
sich zuschrieben resp. anmaßten, wogegen Concilien Verbote erließen, ¬
u. worüber Otto IV. (1197 u. 1299) u. Friedrichll.
(1215 u. 1220.) feyerlich verzichteten. J. H. Boehmer J. E.
P. III. 27. §. 59. G. L. Boehmer principia jur, can. §.
559. Walter Lehrb. d. Kirch. R. 5te Aufl. §. 266. Anm.
zu Cod. civ. IIl. 12. §. 5. S. 884. 885.
2) ein erweitertes interdictum unde vi. Schmidt Lehrbuch
von Klagen und Einreden §. 213.
3) Aum. zu Cod. civ. Il. 5. §. 11. S. 1168. Nr. 1.
4) Cod. civ. I. c. nr. 1.
5) ebd. Nr. 2. Cod. iud. cap. 8. §. 2. Nr. 5. 6. Strafgesetz
1815. I, art. 158. Anm. I. S. 323.
6) Anm. zu Cod. iud. cap. 3. §. 5. S. 167. lit. c.
7) Anm. zu Cod. iud. cap. 3. §. 4. Nr. 10. S. 161. lit. k.
— zu cap. 6. §. 5. S. 237. lit. b.