1. Capitel. Die Gesammtnachfolge.
§. 40.
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stizmin. v. 5. Aug. 1849 (Michel II Nr. 960) angeordnet wird, daß, wenn in der
Erbschaft, welche einem Montenegriner anfällt, sich liegende Güter befinden (von
deren Eigenthum Montenegriner ausgeschlossen sind, System I §. 40 Note 15),
„nur der aus einer binnen peremtorischer Frist erfolgten Veräußerung erzielte Erlös
als Gegenstand des dem montenegrinischen Erben zu erfolgenden Nachlasses zu behandeln ¬
ist", eine Anordnung, die früher gleicherweise zu befolgen war, wenn eigenthumsunfähige ¬
Juden einen Christen beerbten.
8 L. 8 pr. D. de A. v. O. H. 29. 2 .... hereditas autem quin obliget
nos aeri alieno, etiam si non sit solvendo, plus quam manifestum est. L.
28 D. de reb. auct. jud. 42. 5 .... At cum substitutus filio hereditatem
adiit, postquam pupillus se paternae miscuerit hereditati, tunc hereditas et
patris et filii una est in omni aere alieno, quod aut patris aut filii fuerit,
etiam invitus heres obligatur; et quemadmodum liberum ei non est post
obligationem, ut non omni modo, si non defenditur, ipsius bona veneant,
ita ne separare quidem aes alienum patris et filii poterit . . . Über die ausnahmsweise ¬
Begünstigung der röm. Soldaten: L. 22 pr. §. 15 C. de jure delib.
6. 30 und des servus cum libertate heres scriptus: L. 1 §. 18 D. de separ.
42. 16. §. 1 I. de her. qual. 2. 19. Nach älterem deutschen Recht fand bekanntlich
die Haftung des Erben nur (und höchstens) im Umfang der Erbschaft statt. Über
das Eintreten der Erben in die obligatorischen Verhältnisse des Erblassers nach
deutschem Recht: Stobbe in den Jahrb. f. gem. Recht Bd. 5 Nr. 16 (vgl. jedoch
Gerber, System 8. Aufl. §. 248 Note 10). Sentz in der G. Z. 1860 Nr. 128.
Über den Übergang der Verpflichtung zur Alimentation unehelicher Kinder auf die
Erben des Vaters (§. 171. cf. Nov. 89 c. 12 §. 6) vgl. Köppen, System §. 1
Note 7 a. E.; das Nähere im Familienrecht.
9 Anders bekanntlich nach röm. Recht und wieder anders nach gemeinrechtlicher
durch Mißverständniß einer Stelle des canon. Rechts (c. 5 X. de rapt. incend.
5. 17) und unter Einwirkung deutschrechtlicher Ansichten gebildeter Praxis. System ¬
I §. 64 Note 16. II §. 114 Note 16. §. 128 Note 6 und zu den daselbst Angeführten ¬
noch Mühlenbruch Bd. 43 S. 16 fg. Köppen, System S. 180 fg. Schirmer ¬
§. 2 Nr. 4 lit. b. — Vgl. auch Strfgstz §. 527.
10 Die Controverse über den Fortbestand dieser dem A. L. R. I 9 §. 363
nachgebildeten Vorschrift ist durch die a. h. Entschl. v. 30. März 1859 (R. G. Bl.
Nr. 52) mit Recht zu Gunsten der Fortdauer derselben entschieden worden. System
II §. 133 Note 1. Dieselbe Bestimmung und überhaupt richtige Anordnungen in
dieser Beziehung enthielt schon das Strfgstz über Gefällsübertretungen v. 11 Juli
1835 §§. 470. 471. 496. 498. (cf. L. 14 D. de publ. 39. 4 und A. L. R. I9
§. 364). Vgl. auch Hfdkrt 13. April 1826. Michel II Nr. 1001. Strafproz. Ordn.
v. 29. Juli 1853 §. 341 (gerechter als A. L. R. I 9 §. 365). Militärstafges. v.
15. Jänner 1855 §. 129 lit. c. Über die Realisirung öffentlicher Vermögensstrafen
gegen die Erben nach gemeinem Strafrecht vgl. Heffter, Lehrb. des gem. deutsch.
Strafr. 5. Aufl. §. 192. — Die unbedingte Vererbung der Verpflichtung zur Bezahlung ¬
einer Conventionalstrafe (§. 1337) erklärt sich daraus, daß diese Verpflichtung ¬
eine rein vertragsmäßige ist. System II §. 114 Note 16. Köppen, System