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nicht oder nicht zur bestimmten Zeit erfüllen würde. Diese Strafe
ist verwirkt, sobald der Schuldner sich im Verzuge befindet und der
andere Theil hat alsdann die Wahl, ob er auf Erlegung der
Strafe oder auf Erfüllung des Hauptvertrages klagen will. Auf
Beides zugleich aber kann er nur dann bestehen, wenn dies ausdrücklich =
verabredet ist *).
Darüber, ob Verlöbnisse durch eine Conventionalstrafe
bestärkt werden können, streiten die Canonisten. Reiffenstuel 2), Pichler, ¬
Boscos), Pontius, Layman, Coningk, Engel, Diana, Suarez,
Vasquez, Palao, Gobath, Barbosa, Perez, Godofredus, Schmalzgrue= | |
ber, I. H. Böhmer, v. Riegger4), v. Wiese, Alph. de Liguorio
Frei, Schenkl5), Zech, Seitz u. A. bejahen; Gonzalez Tellez6), ¬
Gutierrez*), Medrano, Trancred, D. Avezan, Cujacius, Lancelotti, ¬
Sanchez, Gilbert, Leyser, Berardi, v. Brunnemann, Gambsjäger, ¬
v. Wening Ingenheim, Schmidts), Brendels) und Permaneder ¬
4°) verneinen die Frage*1). Die bessere Meinung ist die
der Letzteren.
Im römischen Rechte war nämlich die Verabredung einer
quia
Conventionalstrafe bei Verlöbnissen schlechthin verboten
contra bonos mores esse videtur, et inhonestum vinculo poenae ¬
matrimonia adstringi sive futura, sive jam contracta.
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Eine Constitution des Kaisers Leo des Weisen ordnet zwar
die Zulässigkeit derselben an, zumal sie durch das Gewohnheitsrecht ¬
schon zum gesetzlichen Ansehen gekommen sei, allein die Con*) ¬
fr. 33 §. 16. de V. 0. (45, 1). const. 12. (8,38). const. 14 (2, 3).
fr. 10. §. 1 de pactis (2, 14). const. 17 (2, 4). fr. 115. d. V. 0. (45, 1).
2) de sponsal. §. 6. n. 187. sequ.
3) de matr. c. 11. sect. 1.
4) lib. IV. §. 16.
5) §. 691.
6) tit. I. de spons. cp. 29.
7) de matr. cp. 19.
8) de matr. §. 75.
9) §. 317.
10) §. 609.
11) Walter und Richter berühren sie nicht,
12) fr. 134 de V. O. (45, 1). const. 2 de sponsal, const. 2 de inut
stip. (8, 39).
13) Nov. 18 Lconis.