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position der Natur der Sache nach nur im Großgrundbesitze
finden kann. Um daher den Grundbesitz stabil und dadurch
das auf gesicherter materieller Basis ruhende conservative Element ¬
lebenskräftig zu erhalten, ist die Fortexistenz der Fideicommisse ¬
durchaus zu begünstigen, indem dieselben geradezu
eine politische Nothwendigkeit des heutigen Staatslebens bilden.
Ein eclatant practisches Beispiel für den erfolgreichen
Nutzen zahlreich bestehender Fideicommisse bildet England, denn
hier concurrirt in wirksamer Weise mit einer großartigen Industrie ¬
und Capitalwirthschaft ein ausgedehnter stabiler
Großgrundbesitz, so daß der englische Adel eine so einflußreiche ¬
politische Rolle spielt, wie der Adel in keinem andern
Staate, obgleich die in andern Ländern natürliche Stütze
desselben, die monarchische Gewalt, gerade in England infolge
der besonderen Verfassungsverhältnisse dem Adel keine Stütze
sein kann. Die Bedeutung des politischen Einflusses des Adels
in England besteht aber darin, daß die conservativen Tendenzen
desselben den naturgemäßen Fortschritt in wohlthätig moderirender ¬
Weise begünstigen, dagegen radicale Ueberstürzungen
verhindern.
Aeußerst zu empfehlen ist die Verbreitung des Fideicommisses ¬
für Rußland, wo das althergebrachte Prinzip der
Realtheilung der Güter bis ins Unendliche, insbesondre bei
Erbtheilungen, eine national=ökonomisch höchst gefahrdrohende
Bodenzertrümmerung des Großgrundbesitzes bewirkt. Die durch
das Gesetz vom 16. Juli 1845 eingeführten Fideicommisse
3aHOBBIHHH ниkIia — haben im Ganzen noch wenig
praktische Anwendung gefunden, so daß eine Specialisirung
und ausdrückliche Begünstigung der Fideicommißstiftungen den
russischen Adel gewiß zu häufigeren Gründungen von Fideicommissen ¬
veranlassen würden, um die Theilungen der Güter
und den beständigen Uebergang derselben von Hand zu Hand
zu verhindern. Bisher haben sich die Adelscorporationen der