Volltext : Tomaschek, Johann Adolf: ¬Das Heimfallsrecht

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stehende  Heimfallsrecht  rücksichtlich  der  erblosen  Verlassenschaften  der
Professoren,  Doctoren,  Magister,  Baccalaureen,  Studenten,  Pedelle
und  Diener.
Stiftungsbrief  Rudolf's  IV.  vom  J.  1365,  18.  März  (Kink.
Gesch.  der  Universität  Wien.  Urkb.  Nr.  1,  S.  11.  Cod.  austriac.
II.  Th.,  S.  461):  In  hac  etiam  ordinatione  statuentes,  omnes
Magistros,  Studentes  et  Scolares  dicte  Vniuersitatis  eorumque  servitores ¬
  et  familiam,  quos  sub  suis  habent  sumptibus,  ac  ipsorum
Pedellos  in  prenotato  loco  studii  residentes  eximimus  et  absoluimus ¬
  ab  omm  steura,  exaccione,  onere  et  seruicijs  oppidanorum
Wiennensis  uille,  seu  oppidi  antedicti,  quodque  eorumdem  aliquis
impeti  seu  in  Jus  trahi  non  debet  pro  causa  aliqua  corpus,
honorem  uel  res  concernentes,  coram  seculari  iudice  sed  dumtaxat
coram  Rectore  Vniuersitatis  et  studij  memorati  etc.
Stiftsbrief  Albrechts  III.  vom  J.  1384  (Kink.  Nr.  10,  S.  54.
Cod.  austr.  II.,  S.  463).
Quodque  nullus  eorumdem  Magistrorum  vel  Secularium  pro
quacumque  causa  corpus,  honorem  uel  res  ipsius  concernente
quomodolibet,  impeti  uel  in  jus  trahi  debeat  seu  ualeat  coram
Judice  seculari.
Sodann  Seite  61  —  quodsi  quis  Magistrorum,  Doctorum  uel
Studencium  dicte  Vniuersitatis  intestatus  decedens  bona  mobilia
uel  immobilia  reliquerit,  eadem  per  Rectorem  Vniuersitatis
teneantur  etc.
Die  Gerichtsbarkeit  des  Rectors  und  somit  auch  das  damit
verbundene  Heimfallsrecht  wurde  durch  die  allerhöchste  Entschließung
vom  4.  August  1783  (Kink.  S.  591,  Nr.  191)  aufgehoben:
Vom  1.  November  d.  J.  hört  das  oberste  hofmarschallische  Gericht,
die  gesammte  im  Lande  Niederösterreich  unter  der  Enns  befindliche
Diocesan-Consistoria,  desgleichen  das  Consistorium  Universitatis,
soweit  es  Justizgeschäfte  in  Streitsachen  oder  in  Geschäften  des  nobilis
Officii  judicis  auf  sich  hatte,  auf  und  werden  außer  Activität  gesetzet,
während  die  von  diesen  Gerichten  über  Adelige  ausgeübte  Gerichtsbarkeit ¬
  an  das  k.  k.  N.  O.  Landrecht,  die  über  Unadelige  ausgeübte
Gerichtsbarkeit  aber  an  die  Ortsgerichte  verwiesen  sein  sollen.
8.  Das  dem  Wiener  allgemeinen  Krankenhause  zugestandene
Heimfallsrecht  auf  die  Effecten  eines  daselbst  Verstorbenen  (Hofdecret
            
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