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die Kommunikationseffizienz der Paare US-MS und MS-US
(N = 24) durch eine Erwartungshaltung des Senders gegenüber dem
sozialen Status des Empfängers verursacht wird, dann muß dieses
Ergebnis durch die Enkodierungsleistung des Senders determiniert
sein und nicht durch direkte Eingriffe des Empfängers in die
Beschreibung
Eine empirisch sichere Überprüfung hierfür stellen die Ergebnisse
der Kommunikationseffizienz der Untergruppe von US- und MS-Sendern
dar (N = 8 pro Gruppe), die unter der experimentellen Feedback¬Vorgabe -
I die Foto- und Figuren-Bilder beschrieben haben. In
dieser Experimentalsituation hat der Empfänger keine Möglichkeit,
die Beschreibung zu kommentieren.
Vergleichen wir die Enkodierungsleistung der Sender unter der
Feedback-Vorgabe I (gemessen durch die Aufgabenlösung der Erwachsenen)' -
wiederholt sich das Gesamtergebnis bei dieser Teilgruppe.
In Abhängigkeit von der Schichtzugehörigkeit der Empfänger variiert -
die Güte der Beschreibungen. Allerdings ist dieses Ergebnis
nur in der Foto-Aufgabe eindeutig (vgl. Tab. 34a). In der Beschreibung -
der Figuren-Texte (vgl. Tab. 34b) scheint auf den
ersten Blick das Gesamtergebnis determiniert zu sein durch
die direkten Eingriffe der Empfänger der MS (vgl. Feedback-Vorgabe -
II). Wenn auch unter der Feedback-Vorgabe I nur die Sender
der MS-MS-Teilgruppe eindeutig bessere Beschreibungen geben, weist
dennoch die deutlich geringere Enkodierungsleistung der MS-Sender,
die den Empfängern der USdie Bilder beschreiben müssen, daraufhin, daß
ein Effekt der Erwartungshaltung des Senders nach sozialer Schicht
des Empfängers wirksam wird.
1
Die Erwachsenen haben in den beiden anderen Feedback-Vorgaben
jeweils den die Auswahl determinierenden Text vorgelesen bekommen, -
das heißt unter Feedback II den letzten Text und
unter Feedback III den Beschreibungstext inklusive der dialogischen -
Interakte. Obgleich wir nicht ausschließen können, daß
unter der FB-Vorgabe II die Beschränkung auf den zweiten Text
die Auswahl der Erwachsenen tendenziell verbessern oder verschlechtern -
kann gegenüber der der Kinder, die auch noch durch
erinnerbare Informationen aus der ersten Beschreibung beeinflußt -
werden, kann dies keinen systematisch verzerrenden Effekt
haben: weder in der Richtung noch in der Geltung für die verschiedenen -
Schichtkombinationen der Paare. Der mögliche Effekt
streut nicht nur nach oben oder unten (Verbesserung versus Verschlechterung -
der Auswahl), sondern auch über die Paarkombinationen. -