Volltext : Sydow, Rudolf von: Darstellung des Erbrechts nach den Grundsätzen des Sachsenspiegels mit Rücksicht auf die verwandten Quellen

Erbfolgeordnung.
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und  endlich  folgen  einige  speciellere  Anwendungen ¬
  der  allgemeinen  Regel.
Erste  Parentel.
Erbfolge  der  Descendenten.
§.  19.
1.'  Im  Allgemeinen.
Allen  in  abstracto  zur  Succession  Berechtigten  gehen ¬
  die  Descendenten  jeden  Grades  232)  des  Erblassers,
ohne  irgend  eine  Ausnahme  2334
vor,  und  selbst  die  in
232)  Ssp.  1,  17  §.  1.  (Q.  8.):  „Doch  nympt  Sones  unde
Dochter  Kint  Erve  vor  Vater  unde  vor  Muter,  vor  Swester
unde  vor  Bruder,  durch  daz  iz  ne  geit  nicht  uz  deme
Buseme,  die  wile  die  evenbordige  Buseme  dar  is.
3.  72  (fehlt  im  Q.):  „Daz  eliche  und  vri  Kint  beheldet  sines
Vater  Schilt  und  nimet  sin  Erbe  unde  der  Muter  also.
Richtst.  Landr.  c.  24  (bei  Ludov.  p.  27;  Senk.  p.  159):  „So
vraget  he:  Eft  he  icht  neger  sy  synes  Vader  Erve  unde  Eigen ¬
  tho  nemende  wenne  du,  sint  he  sin  Sône  sy,  unde  du
sin  Bruder?  Dat  vint  me!"  Glosse  d.  Magdb.  Schöffen
a.  a.  O.  fol.  11  a:  „Alle  dyse  nyderwart  nemen  der  ubirn  Erbe
unde  ir  Gerade  unde  Herwete  vor  allen,  die  seit  haven  darzu
geborn  sin.  Verm.  Ssp.  1,  4.  pr.  (a.  a.  O.  p.  6).
2332)  Auf  den  ersten  Blick  scheint  dem  ein  altes  Magdb.
Schöffenurth.  in  einem  Delitscher  Codex,  (bei  Haltaus  p.  200
v.  Busen),  zu  widersprechen,  allein  jede  Differenz  verschwindet,  wenn
man  erkennt,  daß  darin  der  Busen  nicht  alle  Descendenten  des  Erblassers, ¬
  sondern  blos  die  Nachkommen  der  vorverstorbenen  Kinder
bezeichnet,  und  daß  im  Anfange  von  dem  Vorrecht  des  naͤheren  Grades ¬
  und  dann  von  der  im  folg.  §.  zu  erwähnenden  Prärogative  der
Söhne  des  vorverstorbenen  unabgeschichteten  Sohnes  die  Rede  ist:
„Ouch  ist  die  neste  Sippe  usswendig  dem  rechten
            
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