Volltext : Lehrbuch des Pandektenrechts (2)

§.  389.  Der  Kauf.
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Personen,  die  fremist ¬
  nicht  immer  erlaubt.
Der  Kaufvertrag
des  Vermögen  kraft  Amtes  verkaufen  oder  verwalten,  ist  es  verEin ¬
  gleiches  Verbot  gilt  für
boten,  an  sich  selbst  zu  verkaufen  14
den  Pfandgläubiger  15
c.  Verpflichtungen.
0..  Ueberhaupt.
§.  389.
Die  Verpflichtungen  aus  dem  Kaufvertrage  stehen  unter  freiem
richterlichen  Ermessen,  dessen  Grundlage  auch  hier  neben  den  Verabredungen ¬
  der  Parteien  die  allgemeine  und  besondere  Intention
des  Geschäfts  bildet!.  Die  Hauptpunkte  sind  folgende
1.  Der  Verkäufer  ist  verpflichtet,  dafür  zu  sorgen,  daß  der
Käufer  die  Kaufsache  habe?.  Das  heißt  näher:  in  seinem  Ver1. ¬
  3  C.  de  jure  emph.  4.  66.  S.  ferner  l.  16  D.  de  reb.  auct.  iud.  42.  5
und  1.  60  D.  de  pact.  2.  14,  l.  1  C.  de  metallar.  11.  6,  und  vgl.  l.  14  C.
h.  t.  4.  38.  Seuff.  Arch.  XXII.  230.
14  L.  34  §.  7  D.  h.  t.  18.  1,  l.  5  §.  2—4  D.  de  auct.  26.  8,  l.  46
D.  h.  t.  Regelsberger  civilr.  Erörterungen  I  S.  188,  Römer  Zeitschr.
R.  9,  378.
f.  Handelsr.  XIX  S.  77  fg  84  fg.  Seuff.  Arch.  XVIII.  222.20
15  L.  10  C.  de  distr.  pign.  8.  28.  —  Das  römische  Recht  verbot
außerdem  Provinzialbeamten,  während  ihrer  Amtsführung  in  ihrer  Provinz
etwas  Anderes  zu  kaufen,  als  Sachen  des  täglichen  Bedürfnisses  (l.  62  pr.
D.  h.  t.  18.  1,  l.  6  §.  ult.  D.  de  off.  procons.  1.  16,  l.  un.  §.  2.  3  C.
de  contr.  iud.  1.  53).  Ferner  sollten  Soldaten  in  der  Provinz,  in  welcher
sie  dienten,  keine  Grundstücke  kaufen  (l.  9  pr.  D.  de  re  militari  49.  16).
Diese  Sätze  des  römischen  Verwaltungsrechts  sind  heutzutage  unanwendbar.
L.  3  D.  de  extr.  cogn.  50.  13  enthält  kein  Verbot  des  Kaufes  zwischen
Aerzten  und  Patienten,  sondern  erklärt  den  Kauf  für  ungültig,  zu  welchem
der  Arzt  den  Patienten  durch  Mißbrauch  seiner  ärztlichen  Gewalt  bestimmt
habe  (vgl.  §.  404  Note  9).
Die  actiones  aus  dem  Kaufe  sind  actiones  bonae  fidei,  §.  28  l.  de
§.  389.
act.  4.  6,  l.  11  §.  1  D.  h.  t.  (de  actionibus  emti  et  venditi)  19.  1.
L.  11  §.  1  cit.  „Et  imprimis  sciendum  est,  in  hoc  iudicio  id  demum
deduci,  quod  praestari  convenit;  cum  enim  sit  bonae  fidei  iudicium,
nihil  magis  bonae  fidei  congruit,  quam  id  praestari,  quod  inter  contrahentes ¬
  actum  est.  Quodsi  nihil  convenit,  tunc  ea  praestabuntur,  quae
naturaliter  insunt  huius  judicii  potestate“
1a  S.  außerdem  noch  z.  B.  l.  29.  30  D.  de  contr.  emt.  18.  1,  l.  2  C.
0
de  A.  E.  V.  4.  49,  und  darüber  Fitting  Arch.  f.  civ.  Pr.  XLVII  S.  287  fg.
225
XLVIII  S.  308  fg.  und  die  an  letzterem  Ort  citirte  Dissertation  von  Thilo.
2  Es  ist  schon  öfter  bemerkt  worden  (I  §.  177  Note  1,  II  §.  321  Note

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