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13) Bei Uebersendung von Wechseln bedient man sich auch häufig
anstatt des Wortes Wechsel, um jeden einzelnen Wechsel damit zu bezeichnen, ¬
des englischen Ausdrucks: „appoint“ oder des französischen
„apoint“, z. B. Sie empfangen anbei Rthlr. ... in vier appoints u.
s. w., wofür indeß das deutsche Wort „Abschnitt“ entsprechender
sein dürfte.
14) Wechsel mit naher Verfallzeit heißen kurzsichtige Wechsel,
kurze Briefe, kurz Papier im Gegensatze zu den langsichtigen,
welche noch zwei Monate oder länger bis zur Verfallzeit zu laufen haben,
während in der Mitte zwischen kurz und lang die Monatspapiere,
d. h. solche Wechsel gehören, welche nach einem Monate oder vier bis
fünf Wochen fällig werden.
Nutzen der trassirten Wechsel.
§. 9.
Die an einem andern Orte als an dem der Ausstellung zahlbaren ¬
gezogenen Wechsel, Tratten — welche Eigenthümlichkeit,
wenn auch nicht überall als gesetzlich vorgeschriebenes Bedürfniß (s. §.
10), zu dem Wesen einer wirklichen Tratte gehört — sind.
die eigentlichen Wechsel, welche dem Handel so großen Aufschwung gegeben ¬
haben, und ohne welche derselbe wohl schwerlich seine gegenwärtige
Bedeutung und Ausbreitung erlangt haben würde. Man kann durch
dieselben Forderungen an Personen, an weit entfernten Plätzen wohnhaft,
mit leichter Mühe und ohne kostspieligen Geldtransport einziehen und
Schulden dahin berichtigen, sie überhaupt, bei ihrer Uebertragsfähigkeit,
zu Zahlungen statt des baaren Geldes verwenden, und sich ihrer als des
bequemsten Ausgleichungsmittels bedienen *).
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*) In meinem demnächst erscheinenden Werke: die kaufmännische Buchführung
§. 66, habe ich mich über die trassirten Wechsel wie folgt ausgesprochen, was,
in so weit es hierher gehörig und sich auf den Nutzen derselben bezieht, hier angeführt ¬
werden mag:
Ein gezogener Wechsel (Tratte) repräsentirt stets eine in demselben speciell
angegebene Geldsumme, zu einer bestimmten Zeitan demjenigen Orte zahlbar,
worauf er lautet, ist also eine Zahlungsanweisung auf eine gewöhnlich an einem
dritten Platze wohnhafte Person, in der Regel ausgestellt in der Münzsorte
(Währung) ihres Wohnortes.
Wer eine Zahlung nach einem fernen Platze zu machen hat, bedient sich gern
der Wechsel statt des baaren Geldes; denn der Transport einer Baarsendung wäre
theils zu kostspielig, theils auch würde man die erforderliche fremde Münzgattung
an seinem Wohnorte sich nicht verschaffen können. Um sich daher gleichsam in den
Besitz dieser letztern zu setzen, kauft man von Jemanden, welcher an den fremden
Platz eine Forderung oder Wechsel auf denselben lautend vorräthig hat, für den