3
§. 1. Allgemeine einleitende Bestimmungen.
von dem griechischen Worte didoue entlehnt 2); mit demselben ¬
ist der Ausdruck res uxoria gleichbedeutend *)
So wie aber der Mann, welcher an der Spitze seiner Familie ¬
dastand, für die gemeinsamen, das häusliche Leben
betreffenden, Bedürfnisse Sorge tragen mußte, so schien
es andererseits nicht unbillig zu sein, wenn auch der Frau
bei gleichem Interesse für die Erhaltung des Hauswesens,
sofern sie dazu im Stande war, die Pflicht aufgelegt wurde,
comment, de lucro dotis in rubr.
nach mit donum genau verwandt,
de dote restituenda S. M. heißt
und hieraus mag es sich erklären,
es so: „quidquid alicui praecidaß ¬
die antiqui juris conditores
puum datur, dotis nomine dedie ¬
dos zu der donatio zählten;
l. ult. C. de donat. ant. nupt.
monstratur“.
2) Oder von оbo, dono,
Auch Aeron zum Horaz nennt
die dos ein Geschenk, obgleich sie
largior, wovon das griechische
Wort d, mit welchem o,
in ihrem inneren Wesen und ihrer
, , donum, dono datio,
juristischen Bedeutung nach sich
gar sehr von der donatio unterdatio ¬
einerlei ist. Ob nun das
scheidet. 40e würde man
Wort dos zunächst geradezu von
füglich durch dare, tribuere
dem griechischen de in die Sprache
der Römer übertragen sei, oder
geben übersetzen können, weshalb =
die Bezeichnung des Gebens
nur von 6os entlehnt, bleibt
auch in der weiteren Bedeutung
sich im Ganzen ziemlich gleich.
Ueber das bei den Griechen schon
des Wortes niemals verkennbar ist.
vorkommende Wort d vergleiche
3) Letzterer Name findet sich bei
folgende Stellen. Hesiod in erTerent. ¬
Andr. V, 1. 10. Die
gis: „tg v,
Klage, welche sich auf die dos behroo -
doroa.“ — Marcozog -
und durch dieselbe begründet
pulus i : „ dowurde, -
hieß daher actio rei
o ς o rô“. — Die Ableiuxoriae; ¬
Boëth. ad Top. Cic.:
tung von o findet sich beim
„Actio rei uxoriae est, quoties
post divortium de dote est", Tit.
Festus IV, h. v.: „dote maniCod. -
de R. U. A. Auch in den
festum est ex graeco esse, nam
doôrat dicitur apud cos dare“.
Vaticanischen Fragmenten findet
sich die Rubrik: de dotibus
Damit ist denn auch zu vergleiet ¬
re uxoria; bei welcher
chen, was Varro de ling. latin.
v. dos über den griechischen UrStelle ¬
ich jedoch einiges Bedenken =
tragen möchte, ob hier nicht
sprung des Wortes dos sagt: „Dos
der Ausdruck vielmehr in einem
si nuptiarum causa data, hacc
graece d. ita enim haec Sispecielleren ¬
Sinne für das Verculi. ¬
ab eodem donum. Nam
mögen der Frau zu nehmen sei,
graece dûçor, et ut alii doua, et
was nicht dos war. Jene obige
ut Attici döo.“ — Das Wort
so ausgemachte Wahrheit wurde
dennoch am wenigsten von Anselbst =
ist daher seiner Entstehung